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Palästina · 1937-03-01 · Heft 3 (März 1937) · p. Seite 136

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 3 (März 1937)
Article
Die Landkarten Palästinas
Date
1937-03-01
Page
Seite 136 (sequence 5)
Language
German
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wertiges an die Seite stellen. Von Trans Jordanien sind außer den ziemlich rohen englischen Generalstabsblättern 1 : 250.000 und der auf diesen beruhenden Darstellung der Weltkarte 1 : 1,000.000 kaum Aufnahmen bekannt geworden, es seien denn einzelne Spezialkarten, wie der Adschlun von Schumacher. Über Verbleib, bzw. Veröffentlichung der beim Bau der Hedschasbahn gemachten Aufnahmen ließ sich nichts feststellen. Trotz dieser Lücken sollte man die wenig schöne Art, das Gebiet außerhalb der Landesgrenzen Palästinas weiß zu lassen, aufgeben und statt dessen die Karten so weit als möglich auszeichnen. Die ernstesten Bedenken bestehen aber gegen die südliche Begrenzung der Karte. Die 14 Blätter bedecken nicht etwa das ganze palästinensische Mandatsgebiet, sondern reichen nur bis südlich von Beerscheba. Für das ganze südliche Drittel des Landes, das keine seßhafte Bevölkerung hat, werden wir vorläufig keine Karten 1 : 100.000 bekommen. Nun liegen aber für Teile davon englische Aufnahmen in 1 : 125.000 vor, die vor dem Kriege unter großen Schwierigkeiten hergestellt wurden. Es sind die Aufnahmen für die Sinaikarte, die mit Genehmigung der türkischen Behörden auch auf ehemals türkisches Gebiet — das südlichste Palästina — ausgedehnt wurden. Bei Kriegsausbruch mußten diese Aufnahmen vorzeitig abgebrochen werden, weshalb das südlichste Blatt (Akaba) weiße Flecke und nur approximativ gezeichnete Gebiete enthält. Trotzdem neuere Vermessungen ausgeführt worden sein sollen, sind bisher neue Karten in leidlich großem Maßstab nicht veröffentlicht worden. Will man aber den Süden Palästinas wirklich aufschließen, dann muß man dafür auch die Grundlagen schaffen und sich über seine Möglichkeiten klar werden. Daher ist dringend zu fordern, daß die Karte 1 : 100.000 bis nach Akaba ausgedehnt wird. Die Königliehe Kommission In London wurden am 11. Februar W ladimir Jabotinsky und Abgeordneter Oberst J o s i a h W edgwood in öffentlicher Sitzung einvernommen. Der Präsident der Neu-Zionistischen Organisation, Wladimir Jabotinsky, leitete seine Darlegungen mit einer Definition der Begriffe »Judenstaat« und »Palästina« in dem Sinne ein, wie er sie bei seinen Ausführungen zu benützen gedachte. Auf eine Frage des Vorsitzenden der Kommission, Lord Peel, erklärte Jabotinsky zunächst, daß seine Organisation sich in gewissen wesentlichen Punkten von der allgemeinen Zionistischen Organisation unterscheide. Deshalb sei es nötig, die Bedeutung gewisser Ausdrücke, die er in seinen Darlegungen gebrauchen werde, genau zu umreißen. Nicht alle diese Bezeichnungen würden immer in der gleichen Weise verstanden. So stehe leider die Bedeutung des Ausdruckes »Judenstaat« nicht eindeutig fest, außer in dem Sinne, daß die Bezeichnung »Staat« etwa auf Frankreich oder auf Kentucky oder Neusüdwales angewandt werden könne. Wenn er von Staat spreche, so habe er dabei nicht ein bestimmtes Ausmaß oder einen bestimmten Grad von Unabhängigkeit im Auge, aber es müsse dabei ein wesentliches Minimum an Staatlichkeit geben. Er glaube nicht, daß für die Verfassung jedes Staates besondere Bestimmungen zur Wahrung des nationalen Charakters wünschenswert seien. Das beste Mittel, den nationalen Charakter eines Staates zu wahren, sei das Vorhandensein einer bestimmten Bevölkerungsmehrheit. Was nun den Begriff »Palästina« betreffe, so werde er von ihm in dem Sinne gebraucht werden, daß er sich auf das Gebiet zu beiden Seiten des Jordan bezieht: das in dem ursprünglichen Palästinamandat genannte Gebiet. Dieses Gebiet sei etwa dreimal so groß wie Belgien. Die

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