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Palästina · 1937-03-01 · Heft 3 (März 1937) · p. Seite 128

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 3 (März 1937)
Article
Geophysikalische Arbeiten bei der Wassererschliessung in Palästina
Date
1937-03-01
Page
Seite 128 (sequence 6)
Language
German
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ergebnislos. Eine Bohrung bei Hulda förderte vollkommen unbrauchbares Wasser. Eine Bohrung der Regierung bei Artuf blieb noch bis 300 m Tiefe in unproduktiven Schichten stecken. Geophysikalische Untersuchungen geben Hinweise, daß auch in diesem Gebiet mit Bedingungen für die Gewinnung nutzbarer Süßwassermengen aus Gebirgsschichten gerechnet werden kann. Die inzwischen begonnenen Bohrarbeiten sind jedoch noch nicht abgeschlossen. 5. Gebiet Ekron—Naaneh—Ramleh—Ludd. Auch für dieses Gebiet gelten bis zu einem gewissen Grade die Hinweise wie für die vorige Zone. Hier befinden wir uns jedoch wieder am Ostufer des Hauptgrundwasserhorizontes, in dem trotz geringer Entfernung von der Ostgrenze eine Reihe brauchbarer Brunnen liegen. Die unproduktiven Regionen können durch geophysikalische Untersuchungen ausgesondert werden. Während Tiefbohrungen bei Naaneh Gebirgsgrundwasser unzureichender Qualität erschlossen, haben Bohrungen bei Ramleh—Ludd aus ähnlichen Schichten Wasser besserer Qualität gefunden. Eine systematische Erbohrung dieser Horizonte besserer Qualität erscheint in dieser Zone möglich. 6. Jerusalem (Judäisches Gebirge). Es ist verwunderlich, daß in der Umgebung von Jerusalem noch keine systematischen Bohrarbeiten durchgeführt wurden. Dies um so mehr, als die gegenwärtige Wasserversorgung, deren Einrichtung mehr als J4 Million £P kosten dürfte, durch eine 65 km lange Röhrenleitung geschieht. Die Möglichkeiten für die Erschließung brauchbarer Quantitäten wurden zudem von den Geologen nicht von der Hand gewiesen, wenngleich man keine großen Quantitäten erwartet. Bei dem Mangel an 'Wasser im Gebirge lohnt sich hier jedoch auch schon die Ausbeute kleinerer Grundwasservorkommen. Die Bedingungen, unter denen Wasser im Gebirge erschlossen werden kann, haben wir im ersten Kapitel des zweiten Teiles unter Absatz 3 erwähnt. Es sind Bemühungen im Gange, um bisherige regionale Ergebnisse geologischer und geophysikalischer Untersuchungen für die Praxis der Wassererschließung auszunutzen. 7. Rechowoth—Rischon le Zion—Tel Aviv—Pefach Tikwah—Herzliah (zentrale Küstenebene). Dieses Gebiet ist der Kern der Orangenzone und der größte Verbraucher von Untergrundwasser im Lande. Es gelten daher für diese Zone besonders die Bedenken, die auch schon von anderer Seite für eine überstarke Entnahme von Grundwasser geäußert wurden. Hydrologische Probleme, wie sie mit Hilfe geophysikalischer Methoden in Angriff genommen wurden, liegen daher zum größten Teil in Richtung einer vernünftigen Ausnutzung der vorhandenen Vorräte und ihrer systematischen Erschließung. Maßnahmen, wie sie in neuerer Zeit durchgeführt werden, wenden sich in die Richtung, die die Privatwirtschaft unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte einschlagen muß, nämlich auf einen Zusammenschluß der Verbraucher und auf kooperative Maßnahmen in der Gewinnung und Verteilung von Wasser23. Aus anderen speziellen Problemen dieser Zone, erwähnen wir folgende: Die städtischen Siedlungsflächen, die in diesem Gebiet sehr ausgedehnt sind, führen ihre Abwässer meist vermittels einfacher Filtration in den Erdboden. Diese Form der Ab~ Wässerbeseitigung bringt dann hygienische Gefahren mit sich, wenn das Grundwasser der höheren Schichten für die Trinkwasserversorgung benützt wird. Hier ist die Aus- 23 Vgl. M. Smilanski: »Boust'nai« vom 3. Adar 5696, Nr. 45.

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