Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1937)
- Article
- Bank- und Kreditwesen
- Date
- 1937-02-01
- Page
- Seite 94 (sequence 2)
- Language
- German
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Aktiva Kassebestand......... 659 648 811 691 Guthaben bei palästinensischen Banken 764 736 824 795 bei ausländischen Banken und anderen Korrespondenten .... 954 503 506 554 Guthaben der Auslandsbanken bei ihren ausländischen Zentralen od. Filialen "3.224 3.302 3.220 2.911 Diskontierte Wechsel......?845 2.464 2.465 2.562 Darlehen an Banken....... 334 205 204 206 Sonstige Darlehen, bis zu 1 Jahr fällig 5.221 5.863 6.037 6.102 „ später fällig . . 1.087 1.145 1.152 1.175 Investitionen......... 4 506 5.258 5.224 5.256 Bankgebäude ......... 115 170 175 183 Bürgschaften u. ä. (auf beiden Seiten) 1.081 1.115 1.135 1.177 2.021 243 278 260 Insgesamt . . . 22.811 21.652 22.031 21.872 Die Kapitalversorgung der palästinensischen Banken beruht per 30. November 1936 zu 8% auf Eigenkapital, Reserve und Schuldverschreibungen, zu 16.4% auf Verpflichtungen gegen palästinensische und ausländische Banken (zum größten Teil Verpflichtungen der Auslandsbanken gegen ihre ausländischen Zentralen oder Filialen )v. Die bei weitem wichtigste Kapitalversorgungsquelle stellen die Depositen mit 64.6% der gesamten Passiven dar (sie sind zu 77% auf Abruf fällig). Die übrigen Passiven, unter denen die auf beiden Bilanzseiten erscheinenden Bürgschaften die größte Position bilden, sind von untergeordneter Bedeutung. Wie wTerden diese Kapitalien in einer Gesamthöhe von mehr als 20 Millionen £P von den Banken verwaltet? Die Aktiva verteilen sich auf folgende drei wichtigsten Investitionsgebiete: Kassebestand und Bankguthaben, Wechseldiskonte und Darlehen und die Investitionen (»Investments«, bei denen es sich vor allem um Investitionen der Anglo-Palestine und Barclays Bank in britischen Regierungssicherheiten handelt). Auf Kassebestand und Bankguthaben entfallen 22.1% der Aktiven; wie auf der Passivseite handelt es sich hierbei zum größten Teil um die Guthaben der Auslandsbanken bei ihren ausländischen Zentralstellen oder Filialen. Es ist übrigens bemerkenswert, daß die Bankguthaben und entsprechend die Verpflichtungen gegen Banken teilweise ineinander verschachtelt sind und sich kompensieren; die kleinen Banken halten bei den größeren, meist ausländischen Banken Guthaben, die von diesen an ihre Zentralstellen oder Filialen im Ausland weitergegeben werden. Die Wechseldiskonte machen nur 11.3% der Aktiven aus, die ausstehenden Darlehen 34.2%. Die Verteilung der Darlehen und Wechseldiskonte auf die verschiedenen Branchen und Kreditnehmerkategorien wird abschließend einer detaillierten Betrachtung unterzogen. Die bereits erwähnten Investitionen in Regierungssicherheiten, die eine besondere Liquiditätsreserve der großen Institute darstellen, machen mit 24% fast ein Viertel der gesamten Aktiven aus. Was die Liquidität betrifft, so betragen die Bankschulden und die auf Abruf bis innerhalb 3 Monaten fälligen Depositen per 30. November 1936 16.48 Millionen £P. Diesen kurzfristigen Verbindlichkeiten stehen an kurzfristigen Aktiven Bankguthaben, diskontierte Wechsel und Investitionen in einer Gesamthöhe von 12.77 Millionen £P gegenüber, so daß sich eine mehr als 75%ige Liquidität ergibt. Allerdings ist eine