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Palästina · 1937-02-01 · Heft 2 (Februar 1937) · p. Seite 68

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 2 (Februar 1937)
Article
Geophysikalische Arbeiten bei der Wassererschliessung in Palästina
Date
1937-02-01
Page
Seite 68 (sequence 12)
Language
German
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Die Gesamtzahl der in Palästina durchgeführten geophysikalischen Arbeiten hat 100 überschritten. Diese Zahl dürfte höher sein als die Anzahl hydrologisch-geophysikalischer Untersuchungen in anderen Ländern. Sie bietet daher auch wohl die Voraussetzung, ihren praktischen Wert zu beurteilen. Der Wunsch, daß die vorliegenden Daten von einer Untersuchungskommission geprüft werden, wurde von uns seit langem geäußert, und sei hier noch einmal wiederholt. Bei positivem Ergebnis einer solchen Prüfung stünde es zur Diskussion, die hydrologisch-geophysikalischen Arbeiten dauernd und systematisch bei den Kolonisationsaufgaben der Jewish Agency und der Regierung heranzuziehen. (Schluß folgt.) Zum Ernährungsproblem in Palästina Von Dr. Elfriede Maschke, Jerusalem. Die Ernährungspolitik ist einer der neuesten Zweige der europäischen Sozialpolitik und hat sich erst nach dem Kriege zu einem wichtigen Teil der Sozialpolitik entwickelt, als die Entbehrungen des Krieges die Volksgesundheit in zahlreichen Staaten untergraben hatten. Die Aufgaben der Volksernährungspolitik erstreckten sich zunächst darauf, zu untersuchen, ob und in welchem Umfange der Nahrungsverbrauch der breiten Massen die zur Erhaltung der Volksgesundheit erforderlichen Kalorien- und Vitaminmengen enthielt. Die Untersuchung der Ernährungsstruktur der wenig kaufkräftigen Volksschichten ergab, daß ihr Vitaminverbrauch in den meisten Staaten den hygienischen Anforderungen nicht entsprach. Die Ernährungspolitik der europäischen Staaten stand und steht daher vornehmlich vor der Aufgabe, ein entsprechendes Verhältnis zwischen der Kaufkraft der breiten Massen und den Preisen der zur Erhaltung ihrer Gesundheit erforderlichen Nahrungsmittel zu schaffen. Die jahrelange Wirtschaftskrise machte es der Mehrzahl der europäischen Regierungen unmöglich, dieses Problem durch Erhöhung des Lohnniveaus der Arbeiter zu lösen. Die ohnehin gefährdete Rentabilität zahlreicher Industrie- und Handelsbetriebe gestattete keine Erhöhung der Produktionskosten durch Steigerung der Löhne. Die Ernährungspolitik ging dahin, das Realeinkommen der Arbeiter, ohne Steigerung der Nominallöhne, das heißt durch Vermehrung der Mengen und Verbesserung der Qualität der Subsistenzmittel der Arbeiter zu erhöhen. Dies wurde durch den 1925 bis 1930 einsetzenden Rückgang der Preise der Agrarprodukte und durch den Preissturz zahlreicher Massenkonsumartikel begünstigt. Das Zusammentreffen dieser Preisentwicklung mit staatlichen Maßnahmen zur Erhöhung des Reallohns, haben dazu geführt, daß heute in den meisten europäischen Staaten, in den Vereinigten Staaten und in Südafrika, der Reallohn der Industriearbeiter den des Jahres 1929 übersteigt; in einigen Staaten, wie in Großbritannien, der Schweiz, Norwegen, Frankreich, Südafrika, Kanada und den Vereinigten Staaten liegt er sogar um 10 bis 20% höher. Demgegenüber bleibt der Nominallohn im allgemeinen hinter dem des Jahres 1929 zurück. Besonders charakteristisch für das Auseinanderklaffen der Reallohn- und Nominallohnentwicklung ist die Entwicklung des Arbeitseinkommens in Polen: Während der Nominallohn seit 1929 ständig sank und 1935 bei einem Zurückbleiben um 28% gegenüber dem Vergleichsjahr seinen

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