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Palästina · 1937-01-01 · Heft 1 (Januar 1937) · p. Seite 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 1 (Januar 1937)
Article
Die Königliche Kommission
Date
1937-01-01
Page
Seite 16 (sequence 2)
Language
German
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Die jüdischen nationalen Fonds haben bis jetzt für Landwirtschaft 4,900.000 Pfund ausgegeben, wobei die von der PICA und von Privaten angelegten Gelder nicht berücksichtigt seien» Die von Privatpersonen in Zitruspflanzungen investierten Gelder erreichen eine Gesamthöhe von über 10 Millionen Pfund. Die aus Deutschland eingewanderten Juden haben in letzter Zeit mehrere Millionen Pfund in der Landwirtschaft investiert. Die Ansiedlungskosten für eine Familie, die früher 1200 Pfund betragen haben, seien bedeutend verringert worden. In Australien müsse die Regierung für jede auf dem Lande angesiedelte Familie 2840 Pfund ausgeben. Ferner erklärte Dr. Ruppin das System der Kwuzoth. Diese kollektiven Siedlungen hätten im Jahre 1935 einen Nutzen von 25.000 Pfund abgeworfen, woraus die Zinsen für die von den nationalen Fonds gewährten Darlehen gezahlt werden konnten. In den jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen sei der Prozentsatz der Kindersterblichkeit der niedrigste der Welt. Dr. Ruppin bewies an Hand von offiziellem Material die Unrichtigkeit der Empfehlungen von Sir John Hope-Simpson; die Untersuchungen, die von der Regierung selbst angestellt worden sind, haben die Legende von den verdrängten Arabern zerstört. Dr. Ruppin erzählte ferner von Wasserfunden, die die Juden in Orten gemacht hatten, wo man nie Wasser vermutet hatte. Auch wenn man den Bezirk Beerscheba nicht berücksichtigt, gäbe es in Palästina noch anderthalb Millionen Dunam Boden, der bewässert werden könnte, außer den bereits bewässerten 3,500.000 Dunam; auf diese Weise könne Palästina innerhalb seiner bestehenden Grenzen erweitert werden. Die Bevölkerung, die jetzt 7,500.000 Dunam unbewässerten Bodens (die gesamte anbaufähige Bodenfläche Palästinas) für ihre Existenz braucht, könnte von 1,500.000 Dunani bewässertem Boden leben. In der öffentlichen Sitzung vom 9. Dezember setzte Dr. Ruppin seine Bekundungen fort. Dr. Ruppin erklärte, die Regierung sei verpflichtet, die Mandatsbestimmungen, in denen von Erleichterung der geschlossenen Ansiedlung von Juden auf dem Lande die Rede ist, durchzuführen. Selbst wenn man die ungeheuren Bodengebiete in Transjordanien und in der Gegend von Beerscheba in Palästina nicht berücksichtige, gebe es auch in Mittelpalästina sehr große Möglichkeiten für eine energischere Entwicklung der Landwirtschaft. In anderen Ländern des britischen Imperiums, stellte Dr. Ruppin fest, werde von den Regierungen sehr viel unternommen, um die Entwicklung der Landwirtschaft zu fördern. In Palästina aber geschehe durch die Regierung so gut wie nichts in dieser Beziehung. Die Juden, sagte Dr. Ruppin, besitzen Kapital, die Araber Boden. Die Regierung unternimmt jedoch nichts, um einen Ausgleich zu beiderseitigem Vorteil zu fördern. Es ist durchaus möglich, eine Lösung des Bodenproblems in Palästina zu finden. Dr. Ruppin stellte ferner fest, daß die Araber mehr landwirtschaftliche Produkte an Juden verkaufen als Juden an die Araber, so daß, falls die Juden sich entschließen sollten, auch ihrerseits den wirtschaftlichen Boykott anzuwenden, die Araber größere Verluste davontragen würden. Er erklärte, daß die Juden keineswegs bestrebt seien, die Araber von ihrem Bodenbesitz zu verdrängen; die Zahl der von Juden verdrängten arabischen Pächter sei minimal im Vergleich mit der Zahl derer, die ihr Land an arabische Wucherer verloren haben. Den Arabern könne nicht durch Beschärkung der Bodenkäufe, sondern nur durch einen umfassenden Bodenplan der Regierung geholfen werden, durch den die intensivere

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