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Palästina · 1937-01-01 · Heft 1 (Januar 1937) · p. Seite 3

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 1 (Januar 1937)
Article
Die jüdisch-arabische Zahlungsbilanz
Date
1937-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Für Getreide, Futtermittel, Oliven usw. mögen Araber von Juden weitere 25.000 bis 50.000 £P erhalten haben. Insgesamt kauften die Juden demnach im letzten Jahr für eine Summe von ungefähr 370.000 bis 525.000 £P Erzeugnisse der arabischen Landwirtschaft. Für Erzeugnisse arabischer Tierzucht zahlten die Juden 1935 einen weiteren Betrag von etwa 175.000 bis 180.000 £P, und zwar 65.000 £P für Schlachtvieh (6500 Kühe zu je 8 £P, 5000 Kälber zu je 1.6 £P und 5000 Stück Kleinvieh zu je 1 £P), 5000 £P für Geflügel, 8000 £P für Eier (2 Millionen Stück zu 400 Mils das Hundert), 25.000 bis 30.000 £P für Milch (20% des jüdischen Milchkonsums, etwa 3 Millionen Liter zum Preis von 8 bis 10 Mils der Liter, die Hälfte davon von den deutschen Kolonisten), 30.000 £P für Fische (etwa ein Drittel der gesamten Fischausbeute), schließlich 40.000 £P für organischen Dünger. Der Gesamtwert der von Juden im Jahre 1935 gekauften Produkte der arabischen Landwirtschaft beläuft sich, nach unserer Berechnung, auf 545.000 bis 705.000 £. Im letzten Jahre zahlten die Juden für Bausteine, Kies (Chazaz) und Bausand ungefähr 100.000 £P. Den Wert der übrigen von Juden gekauften Erzeugnisse des arabischen Handwerks und der Industrie (Bodenfliesen, Schuhe, geflochtene Möbel, Tongefäße, verschiedene Metallwaren, kunstgewerbliche Erzeugnisse usw.) schätzen wir auf mindestens 50.000 £P, und auf weitere 200.000 £P die Einnahmen des arabischen Handels und Transportgewerbes von jüdischen Kunden, wobei die verschiedenen levantinischen und deutschen Firmen mitberücksichtigt sind. Insgesamt haben also die Juden im letzten Jahre für verschiedene Güter und Dienste eine Summe von 2,285 bis 2,545 Millionen Pfund an die arabische Wirtschaft abgeführt. Zwei wichtige Posten müssen aber noch hinzugefügt werden: Zunächst die einmaligen Investitionen im Bodenkauf, sodann die durch den palästinensischen Fiskus übergeleiteten Beträge. Einzig für den ersten dieser Posten besitzen wir genaue amtliche Zahlen. Der Preis für die von Juden gekauften arabischen Ländereien stellte sich im Jahre 1934 auf 1,647.837 £P (für 62.114 Dunam) und im Jahre 1935 auf 1,699.121 £P (für 72.905 Dunam). Den zweiten Posten können wir — ohne Berücksichtigung des Sonderbudgets der Eisenbahn — auf Grund verschiedener Schätzungen auf 1,25 Millionen Pfund veranschlagen. Die Gesamtsumme der jüdischen Zahlungen an die arabische Wirtschaft dürfte demnach etwa 5,2 bis 5,5 Millionen Pfund ausmachen. Noch weniger Material als für diese, positive Seite der Zahlungsbilanz, besitzen wir für die Beträge, die den Juden aus der arabischen Wirtschaft zufließen. Der Anteil des arabischen Marktes am Absatz der jüdischen Industrieprodukte wird gewöhnlich auf 10 bis 15% geschätzt (in den einzelnen Industriezweigen schwankt dieser Anteil sehr, so wurde er — vor den Unruhen — für die Möbelbranche als ganz geringfügig angenommen, für die Trikotagenindustrie auf etwa ein Drittel veranschlagt). Eine genauere Berechnung ist weder für die einzelnen Industrien, noch für alle zusammen möglich. Nehmen wir aber diesen Prozentsatz als richtig an, so erhalten wir für 1935, bei einer Gesamtproduktion von schätzungsweise 8,6 Millionen Pfund, eine Summe von 900.000 bis 1,250.000 Pfund. Den arabischen Anteil am Erlös des jüdischen Kleinhandels dürfen wir auf etwa 10% und im Großhandel auf etwa 20% veranschlagen. Nehmen wir den Gesamtumsatz des Ersteren mit 10 Millionen Pfund und den des Letzteren mit 6 Millionen Pfund an, so können wir den Handelsgewinn in Brutto auf etwa 300.000 £P schätzen. Auf weitere 25.000 £P schätzen wir die jährliche Lohnsumme der in arabischen Diensten stehenden

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