Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1937)
- Article
- Die jüdisch-arabische Zahlungsbilanz
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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- Haifa 2× ep/1047930
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Übertrag . . . 6000—10.975 »Palestine Pottash Co.«............ 300 Verschiedene kleine Industrien (Tischlerei, Schmiederei, Leder, Schuhe, Schneiderei, Sodawasserprodukt, usw.) 300 Gaststättengewerbe und Hausdienst........ 400 Insgesamt . . . 10.975—11.975 Diese Zahlen schließen die arabischen Arbeiter der PICA-Kolonien in Unter- und Ober-Galiläa nicht ein. Dagegen ist ein großer Teil der Plantagenarbeiter nur einige Monate im Jahre beschäftigt. Bei einem Tageslohn von 120 bis 150 Mils, also einem Jahresverdient von 36 bis 45 £P, können wir die Lohnsumme, die im letzten Jahre an die unmittelbar von Juden beschäftigten arabischen Arbeiter bezahlt worden ist, auf etwa 400.000 £P schätzen. Dazu kommen aber die für jüdische Rechnung direkt beschäftigten arabischen Arbeiter in den Häfen und der größte Teil der arabischen Eisenbahnarbeiter, entsprechend dem Anteil der jüdischen Wirtschaft am Eisenbahnverkehr. Die Lohnsumme der letzteren können wir auf etwa 175.000 bis 200.000 £P schätzen. Die Einkünfte der Schiffer und der Hafenarbeiter setzen sich zusammen aus den Gebühren für das Löschen und Manipulieren der Einfuhrwaren — etwa 200.000 £P (1935 in Jaffa und Haifa 1,190.000 Tonnen, pro Tonne etwa 225 Mils, insgesamt 270.000 £P, davon etwa 70% für jüdische Rechnung), aus den Ladegebühren der Orangenausfuhr — etwa 30.000 £P (4 Millionen Kisten, die Manipulationskosten 6 Mils pro Kiste in Haifa, 11 Mils in Jaffa) und aus den Transport- und Trägergebühren des jüdischen Reiseverkehrs — etwa 30.000 £P (die Gesamtzahl der jüdischen Ein- und Ausreisenden betrug 1935 169.000, davon 105.000 über die Häfen). Demgemäß können wir die Gesamtsumme dieser indirekten Löhne auf 460.000 £P, die Gesamtsumme aller Löhne, die im letzten Jahre von Juden an Araber gezahlt wurden, auf etwa 860.000 £P schätzen. Für die von Juden an arabische Boden- und Hausbesitzer jährlich bezahlten Pachten und Mieten haben wir nur wenige Anhaltspunkte. Die jährlichen Einkünfte arabischer Hausbesitzer aus jüdischen Mietzahlungen wurden für Haifa auf 200.000 £P geschätzt, die jährliche Mietsumme der jüdischen Flüchtlinge aus Jaffa auf etwa 40.000 £P. Demgemäß dürfen wir die Miet- und Pachtsumme für ganz Palästina auf 500.000 Pfund im Jahre veranschlagen. Den Wert des von Juden gekauften arabischen Gemüses schätzt Sch. Crispin (»Hameschek Haschitufi«, 3. Jahrgang, Heft 18/19) für das Jahr 1935 auf 368.000 £P Andere geben dafür einen Betrag von 300.000 £P an. Genauer dürfte vielleicht die Summe von 250.000 £P sein, davon 60.000 £P für Tomaten (über 80% des auf 10.800 Tonnen geschätzten Konsums der jüdischen Bevölkerung zu 6.6 £P die Tonne), 60.000 £P für Melonen (ein Drittel des Gesamtkonsums des Landes, der von der Regierung auf 165.000 £P geschätzt wird. Von den übrigen Gemüsearten kommen etwa 20% aus den deutschen Kolonien (Sarona, Wilhelma, Betlehem). Auf weitere 75.000 bis 80.000 £P wird das von Juden gekaufte arabische Obst veranschlagt, und zwar 18.000 bis 20.000 £P für Weintrauben (2500 bis 3000 Tonnen zu 7.5 £P die Tonne), 45.000 £P für Bananen (drei Viertel des mit 9000 Kantar angegebenen jüdischen Bananenkonsums, zu 5.5 £P das Kantar), der Rest für Mischmisch, Orangen und andere Obstarten. Für Tabak und Tabakerzeugnisse bezahlten die Juden 1935 den Arabern 25.000 bis 30.000 £P, für etwa 180 Tonnen, das ist 70% der jüdischen Produktion an Rauchwaren, und die Hälfte für Zigaretten (30.000 kg, das sind etwa 10% des jüdischen Konsums, zum Durchschnittspreis von 1 £P das Kilogramm).