Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1936)
- Article
- Wirtschaft
- Date
- 1936-12-01
- Page
- Seite 633 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2379786-2379939-2379952-2409714--24013-2409905- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
erscheinenden Berichte, Wirtschafts-Barometer, Gründungen und nicht zuletzt seine Aufsätze bildeten eine ständig interessante und außerordentlich wichtige Rubrik in unserer Zeitschrift. Wir beklagen den Verlust eines Mitarbeiters, der sich durch seine großen Kenntnisse, seinen Fleiß und seine Gewissenhaftigkeit ausgezeichnet hat. WIRTSCHAFT. Von Dr. Alfred Michaelis, Tel Aviv. Verminderter Importbedarf. Export» —' Stark verringertes Defizit der Handelsbilanz. Die depressiven Rückwirkungen der Unruhen fanden in dem einschneidenden Rückgang der Einfuhr ihren, stärksten Ausdruck, im August hat sie sich gegenüber dem Vorjahr um rund 43% vermindert. Nach den bisher nur summarisch veröffentlichten Septemberziffern ergibt sich ein beträchtliches Ansteigen des Importes von 868.616 £P im August auf 1,004.254 £P, was gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat nur noch einen Rückgang um rund 28% ausmacht. Es hat demnach den Anschein, daß der Importbedarf den tiefsten Punkt bereits wieder überschritten hat. Bemerkenswert ist, daß der Lebensmittelimport, der von dem Importrückgang am wenigsten betroffen wurde, im September bereits wieder etwas über dem Vorjahresniveau lag, während der Import industrieller Fertigwaren auch im September gegenüber dem Vorjahr noch um mehr als die Hälfte (fast 53%) reduziert ist. Dieser starke Rückgang des Importes industrieller Fertigwaren ergibt sich vor allem aus der Verminderung des Importes von Baumaterial, Maschinen, Textilwaren und Automobilen. Hierin drückt sich der Rückgang der Investitionstätigkeit und die Einschränkung des Konsums aus, der vom Lebensmittelbedarf nicht betroffen wird. Für das erste bis dritte Quartal 1936 ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr folgendes Bild der Handelsbilanz: Import 1.—3. Quartal 1936 1.—3. Quartal 1935 Lebensmittel, Getränke, Tabak . . . . 2,432.156 2,503.518 698.531 1,035.397 Industrielle Fertigwaren 4,634.899 8,091.433 Unklassifizierte Waren . . 1,835.255 1,366.966 Insgesamt . . . 9,600.841 12,997.314 (Gold) . . . . (98.595) (408.829) Export und Reexport Lebensmittel, Getränke, 2,109.059 3,103.149 108.227 65.690 Industrielle Fertigwaren 347.775 328.197 Unklassifizierte Waren . . 257.744 119.572 Insgesamt . . . 2,822.805 3,616.608 (Gold) . . . (151.313) (372.083) Der Rückgang des Rohstoffimportes erklärt sich aus der verringerten Bauholzeinfuhr (die handelsstatistisch unter Rohstoffen klassifiziert ist), die auf fast die Hälfte verringerte Einfuhr industrieller Fertigwaren wie im September aus der Reduktion des Baumaterial-, Maschinen-, Textil- und Automobilimportes. Die Steigerung des Importes