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Palästina · 1936-12-01 · Heft 12 (Dezember 1936) · p. Seite 615

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 12 (Dezember 1936)
Article
Die Königliche Kommission
Date
1936-12-01
Page
Seite 615 (sequence 3)
Language
German
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Lord Peel: Trotzdem glaube ich, daß die Zahl, die im Lande verbleibt, die Zahl der Bevölkerung des Landes nicht erheblich vermehrt. Mr. Mills: Dies ist auch meine Meinung. Lord Peel: Und nun zur jüdischen Einwanderung. In Ihrem Berichte für 1935 ist eine Ziffer für jüdische Einwanderer angegeben, die verpflichtet wurden, zu einem bestimmten Termin einzuwandern. Ich nehme an, daß nicht alle zu einem bestimmten Termin einwandern. Es muß doch auch solche geben, die den festgesetzten Termin versäumen. Mr. Mills: Nein, sie kommen zum festgesetzten Termin ins Land. Die Einwanderer erhalten vorher die Genehmigung und kommen zu der für sie vorher festgelegten Zeit ins Land. Bei seinen weiteren technischen Fragen bemerkt Lord Peel, daß sich der Prozentsatz der jüdischen Einwanderer der letzten Jahre auf der gleichen Höhe hält. Dagegen ist der Anteil der jüdischen Einwanderer aus Rußland gesunken, die Einwanderung aus Deutschland aber von 0% auf 16% der gesamten jüdischen Einwanderung gestiegen. Lord Peel: Können sie uns im Einzelnen angeben, welchen Apparates Sie sich bedienen, um die Zahl der Zertifikate für. Juden festzusetzen? Mr. Mills: Die Einwanderung richtet sich nach dem Gesetz und das Gesetz kennt vier Einwanderungskategorien: Von einer Kategorie wird ein Kapital von 1000 Pfund verlangt. Auch andere Kategorien müssen ein gewisses Kapital besitzen, aber diese Kategorien sind jetzt aufgehoben. Es handelt sich um Fachleute mit einem Kapital von 500 Pfund und Handwerker mit einem Kapital von 250 Pfund. Es gibt auch eine Kategorie, die ein gesichertes Einkommen von 4 Pfund monatlich haben muß. Lord Peel: Aus welchem Grunde ist die Einwanderung eines Teiles der genannten Kategorien aufgehoben? Mr. Mills: Als diese Bestimmungen im Jahre 1933 eingeführt wurden, war die Regierung der Meinung, daß jeder, der 500 Pfund oder 250 Pfund besitzt oder ein gesichertes Einkommen von 4 Pfund monatlich hat, der Aufnahmefähigkeit des Landes nicht zur Last fallen werde. Für einen Fachmann reichte ein Betrag von 500 Pfund aus, damit er sich einordne, für einen Handwerker der von 250 Pfund. Im Laufe der beiden letzten Jahre stellte sich jedoch heraus, daß sich ein Fachmann mit weniger als 1000 Pfund nicht einordnen kann. Das Gleiche gilt im gewissen Maße auch für die Handwerker. Was die 1000 Pfund angeht, so muß dieser Betrag stets bar nachgewiesen werden. Wenn bei irgend jemandem nicht angenommen werden kann, daß er 1000 Pfund besitzt, dann erteilen wir selbstverständlich die Erlaubnis einzuwandern nicht. Mr. Mills spricht sodann ausführlich über die anderen Kategorien der Einwanderer. Lord Peel: Und nun zur Jewish Agency. Was für eine Institution ist das? Mr. Mills: Das ist eine vom jüdischen Kongreß gewählte Institution. Sie vertritt die Forderungen des größten Teiles des Judentums der Welt. Ich sage des größten Teiles, weil es im Judentum auch Kreise gibt, die in der Jewish Agency nicht vertreten sind. Diese Institution ist das Exekutivorgan in Palästina und hat auch ein kleines paralleles Büro in London. Lord Peel: Werden die Mitglieder der Jewish Agency vom Zionistenkongreß gewählt? Mr. Mills: Ja, sie werden gewählt. Diese Institution ist auf Grund des Mandates organisiert und hat die Pflicht, mit der Regierung zusammenzuarbeiten und sie zu beraten. Lord Peel: Ich möchte von dieser Institution ein Bild bekommen.

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