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Palästina · 1936-12-01 · Heft 12 (Dezember 1936) · p. Seite 614

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 12 (Dezember 1936)
Article
Die Königliche Kommission
Date
1936-12-01
Page
Seite 614 (sequence 2)
Language
German
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Mr. Mills: Nein. Ich habe die genauen Ziffern nicht bei mir. Ich kann sie Ihnen jedoch zur Verfügung stellen. Die Gesamtbevölkerung betrug bei der Zählung im Jahre 1922 752.048 Seelen. Lord Peel: Ich möchte, bitte, ein Bild von der Zahl der Einwohner und ihrer Verteilung im Jahre 1922 haben. Sie geben nur die Gesamtziffer von 752.048 an. Daraus ergibt sich, daß sich die Zahl der Bewohner in den letzten 14 Jahren fast verdoppelt hat. Mr. Mills: Jawohl. Lord Peel: Ich möchte einige Fragen über die jüdische und arabische Einwanderung und über die Einwanderung anderer Personen an Sie stellen. Wir wollen zunächst die Einwanderung aus fremden Ländern behandeln. Geht sie nach gewissen, festen Gesetzen vor sich? Mr. Mills: Die Einwanderung nach Palästina wird auf Grund eines besonderen Gesetzes reguliert. Dieses Gesetz sieht zwei Kategorien vor, eine Kategorie Einwanderer, das heißt Personen, die ins Land kommen, um sich niederzulassen, und eine zweite Kategorie, Touristen, das heißt Personen, die auf kurze Zeit ins Land kommen und nach einem bestimmten Termin das Land wieder verlassen müssen. Lord Peel: Gibt es bestimmte Gesetze für nichtjüdische Ausländer, die ich »Fremde« nennen möchte, die einwandern, sich aber nicht an die jüdischen Institutionen wenden wollen? Mr. Mills: Ihnen gegenüber wird dasselbe Kriterium in Anwendung gebracht. Ein Fremder, der nach Palästina einwandern will und im Lande von vornherein eine gesicherte Existenz hat, kann die gleichen Erleichterungen bekommen, die die jüdischen Arbeiter-Einwanderer erhalten, die sich wegen eines Zertifikats an die Jewish Agency wenden. Lord Peel: Diese Gesetze finden aber keine Anwendung auf Kapitalisten. Mr. Mills: Jeder, der 1000 Pfund besitzt, kann auf Grund des Gesetzes nach Palästina einwandern. Lord Peel: Und nun zur arabischen Einwanderung. Können Araber frei ins Land •einwandern und es wieder verlassen? Mr. Mills: Auf die Araber Trans Jordaniens finden die Paß Vorschriften keine Anwendung und sie kommen in großer Zahl ins Land und verlassen es wieder. Die genauen Ziffern sind schwer anzugeben. Lord Peel: Das heißt, daß es keine Möglichkeit gibt, nachzuweisen, wieviel von ihnen im Lande bleiben. Mr. Mills: Nein. Man sagt mir, daß diese Personen ins Land kommen, um hier Geld zu verdienen und es später wieder zu verlassen, denn ihre Familien verbleiben in Transjordanien und jene arabischen Einwanderer kommen nur zur Saison ins Land. Lord Peel: Haben Sie genaue Ziffern über die arabische Einwanderung aus Syrien und anderen Ländern? Mr. Mills: Nein. In verschiedenen Zeitabschnitten kommen Hauranier ins Land, ohne daß sie an der Grenze an der Kontrollstation kontrolliert werden, so daß ich keinerlei Vorstellung über ihre Zahl habe. Einige Male erhielt ich hierüber vom britischen Konsul in Damaskus Ziffern, die jedoch reine Schätzungen waren. Lord Peel: Ich nehme an, daß die hauranische Einwanderung größtenteils nur eine Saisonerscheinung ist. Mr. Mills: Zum größten Teil. Ich neige jedoch zur Annahme, daß nach jeder dieser Saisoneinwanderungen eine große Anzahl im Lande zurückbleibt. Ich weiß jedoch nicht, wie sich dies in Ziffern ausdrückt.

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