Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 11 (November 1936)
- Article
- Transjordanien und Palästina
- Date
- 1936-11-01
- Page
- Seite 561 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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mal soviel, als die Gesamteinfuhr Syriens nach Transjordanien oder ebensoviel wie der Gesamtwert der Transitgüter durch Palästina nach Transjordanien. Ferner sind bei den wachsenden Zoll- und Lizenzeinnahmen, wie die Regierungsbericht selber angibt, die wachsenden Beiträge der Irak Petroleum Compagnie zuzuzählen. Die Akzisen der einheimischen Produktion selbst sind, wie aus folgender Tabelle zu ersehen ist, gefallen. Akzisen- und Lizenzeinnahmen in Transjordanien: 1935 1934 1933 in £P . 1.009 1.068 1.072 235 313 372 . 9.962 11.064 12.4S7 . . 589 569 560 Zusammen . . . 11.795 13.014 14.491 Eine genaue Untersuchung ergibt also, daß die Vergrößerung der Zoll- und Akziseneinnahmen zum größeren Teil nicht auf einen verstärkten Import zurückzuführen ist. Die Lizenzen und Steuern zeigen keine wesentliche Verschiebung. Die Gerichtseinnahmen und Gebühren zeigen eine ständige Zunahme, die zum großen Teil auf die im wachsenden Maße vorgenommenen Landvermessungen und Bodeneintragungen zurückzuführen ist. Die Einnahme der Post- und Telegraphenabteilung weisen eine leichte Erhöhung auf, die fast ausschließlich auf die erhöhten Telephoneinnahmen (nach der Fertigstellung des transjordanischen Telephonnetzes) und ausländische Paketpost (nach Einführung des Transwüstenpostverkehrs) zurückgeführt werden muß. Der Briefmarkenverkauf zeigt trotz sich langsam verringertem Analphabetentums eine etwas fallende Kurve. Von 10.263 £P im Jahre 1930/31 (damals wurden die jetzt kursierenden Briefmarken eingeführt) auf 2749 £P in 1934/35. Briefmarkenverkauf in Transjordanien: 1930/31 1931/32 1932/33 1933/34 1934/35 Briefmarkenverkauf in £P . . . 10.263 2749 6209 3920 3080 Der Zuwachs in den Geldsendungen wird im Kommentar des Regierungsberichtes für 1935 auf die Überweisungen transjordanischer Arbeiter aus Palästina und auf das Personal der Pipe Line zurückgeführt. Wir sehen also daraus, soweit es in diesem kurzen Rahmen möglich ist, daß die Vergrößerung der transjordanischen Staatseinnahmen nur zu einem geringen Teil auf größere lokale Einnahmen basiert. Hinzuzufügen ist noch, daß verschiedene Subventionen und Zuschüsse nicht unter diesen Posten aufscheinen, sondern aus unbekannten Gründen im Budget nicht ersichtlich sind, z. B.: der Posten für die Konstruktion der Straße Mafrak—Dschisr—Medschamie, deren Kosten in der Höhe von 29.800 £P vollständig von Palästina getragen wurden. Wie aus dem Bericht des palästinensischen Schatzamtes für 1934/35 hervorgeht, hat Palästina während dieses Budgetjahres zirka 10.000 £P für diesen Wegbau an Transjordanien gezahlt, ohne daß die Summe auf der Einnahmeseite des transjordanischen Budgets zu finden ist, während im Bericht des Public Works-Departement für Transjordanien 1935 dieser Wegbau unter den durchgeführten Arbeiten erscheint. Die Ausgaben in den letzten Budgetjahren wurden durch die Einnahmen gedeckt, so daß am 31. März 1935 der transjordanische Staatshaushalt einen akkumulierten Überschuß von 34.170 £P aufweisen konnte. Dieser Überschuß (der palästinensische Überschuß ist zirka 150mal so groß) ist nur verständlich durch die außerordentliche Begrenzung bei den Ausgaben für die wesentlichsten Staatsauf gaben, da ja, wie wir