Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 9 (September 1936)
- Article
- Die Grundlagen der landwirtschaftlichen Entwicklung des Gebietes von Artuf-Ramleh
- Date
- 1936-09-01
- Page
- Seite 448 (sequence 12)
- Language
- German
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- Beirut 1× ep/1047833
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M M O Erkenntnis muß die Richtungslinie der Siedlungsarbeit sein. Menschen» die vor einigen Jahrzehnten hier diese Tätigkeit begannen, waren mit unzureichenden Eroberungsmitteln ausgerüstet- Einige von ihnen ermüdeten und gaben nach; diese müssen durch andere ersetzt werden. Der Wille zur Eroberung dieses Gebietes muß in die Kreise der chaluzischen Jugend, der Kibbuzim dringen. Hiefür müssen genügende finanzielle Mittel gefunden werden. Es ist schlimm, wenn das nicht jetzt, geschieht. Die PICA-Böden im Hauran Von Eliyahu Epstein, Jerusalem. Vorb. der Red. Im Anschluß an den Artikel des Verfassers über das Hauran-Gebiet in Nr. 5 dieser Zeitschrift veröffentlichen wir nachstehende Darstellung über die in jüdischem Besitz befindlichen Böden in diesem Gebiet Der Erwerb des Bodens und die Geschichte der Änsiedlung vor dem Krieg» Vor etwa 40 Jahren wurden durch den damaligen Vertreter des Baron Hirsch, in Erez Israel, Ossowetzky, im Hauran annähernd 120.000 Dunam erworben. Ein großer Teil dieses Bodens wurde von Achmed Pascha, aus der Familie Abu al Huda, der Bustas- Boden direkt von der Regierung» die Dschillin-, Kaukab- und Mizra-Böden vom Wakuf gekauft. Durchschnittlich wurden damals 5 Goldfrancs pro Dunam bezahlt. Die Böden wurden auf den Namen des französischen Staatsbürgers und damaligen Beamten des Barons in Beirut, Emile Frank, eingetragen. Die wirklichen Erwerber des Bodens aber hätten Einwanderer aus verschiedenen Ländern werden sollen. Im Zusammenhang mit diesen Bodenkäufen im Hauran wurden im Ausland verschiedene Komitees gegründet. In Paris das Komitee »Tifereth Benjamin« zur Änsiedlung der Juden aus Jekaterinoslaw in Nafa. Komitees von rumänischen und bulgarischen Juden interessierten sich für die Käufe in Sahem-Dscholan und Dschillin. Für die übrigen Böden kamen Gruppen, die sich in Chikago und Montreal gebildet hatten, in Frage. Im ersten Jahre nach den Käufen, noch bevor die Böden für die Änsiedlung vorbereitet wurden, trafen im Hauran zehn Familien aus Rumänien, zwei aus Amerika und zwei aus Jekaterinoslaw ein. Ohne landwirtschaftliche Erfahrung konnten sich jedoch die Siedler den sehr schweren Lebensbedingungen im Hauran nicht anpassen. Am Rande der Wüste gelegen, litt der Hauran unter den Überfällen von Beduinen, die auf Raub auszogen und Verwüstungen in den Dörfern anrichteten. Es ist daher kein Wunder, daß sich diese Ansiedler (im ganzen etwa 25 Familien) trotz der Hilfe, die ihnen vom Baron zuteil wurde, dort nicht halten konnten. Nach einem Jahr verließen sie den Ort. Die türkischen Behörden haben vom ersten Augenblick an die Änsiedlung von Juden im Hauran mit scheelen Blicken angesehen. Kazim Pascha, der damalige Wali von Damaskus, war gegen die Änsiedlung von fremden Staatsbürgern in den unruhigen Gebieten des Hauran. Ein Teil der Siedler des Hauran wurde von den Beamten des Barons in verschiedenen Orten Erez Israels ~~ zumeist in Jawniel und Rosch Pinäh — angesiedelt. Manche von ihnen leben noch Heute. In Jawniel wohnen noch die Familien Berkowitz, Kostitzky, Maisei, Sachin, Guttermann und andere, meist ehemalige Siedler aus Sahem, Dschillin und Nafa. Die übrigen kehrten ins Ausland zurück. Nachdem die jüdischen Siedler den Hauran verlassen hatten, verpachteten die Administratoren die Böden an arabische Pächter aus den umliegenden Dörfern. Nur in