Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 8 (August 1936)
- Article
- Die kolonisierende Tätigkeit der "American Zion Commonwealth" und der Keren Hajessod
- Date
- 1936-08-01
- Page
- Seite 395 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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war daher gezwungen, über 5000 Dunam an die »Haifa Bay Development Company« und den Keren Kajemeth zu verkaufen, damit die beiden letzteren die Restschuld der »Amzic« an die arabischen Bodenverkäufer bezahlten. Kfar Atta ist heute ein wichtiger Siedlungspunkt. Es wurden dort einige Fabriken errichtet, darunter die Textilfabrik der Gesellschaft »Atta«. Gegenwärtig gibt es dort über 100 Familien, die am Platze arbeiten, und eine weitere Anzahl von Familien, deren Arbeitsstätte in 5Haifa ist. Nach Abschluß der Parzellierung des ganzen Gebietes und Verteilung der Grund- Stücke an die Mitglieder der Gesellschaft »Awodath Israel« wird hier sicherlich die Bautätigkeit einsetzen und der Platz sich weiter entwickeln. Die Wirtschaftskrise in Polen führte auch dazu, daß die »Amzic« dem Keren Kajemeth 4000 Dunam von den Böden des Dorfes Medjdel verkaufte, die sie seinerzeit für die Chassidim von Jablona und Koschnitz erworben hatte. 1926 erwarb die »Amzic« 2500 Dunam in Zarnuga bei Rechoboth, einen Teil dieses Bodens verkaufte sie an Privatleute, einen anderen Teil an den Keren Kajemeth für die Landwirtschaftliche Versuchsstation der Jewish Agency. Die Gesellschaft »Meschek« erwarb ungefähr 2000 Dunam von den Böden von S c h u n a m und 500 Dunam in Merchawia für private Käufer; aus verschiedenen Gründen wurden jedoch diese Käufe rückgängig gemacht und die Bodenflächen gingen in den Besitz des Keren Kajemeth über. Die »Amzic«, die sich mit den Angelegenheiten der Gesellschaft »Meschek« befaßte, traf deshalb mit den Käufern Abkommen, nach denen ein Teil der Käufer Parzellen in anderen Plätzen erhielt, einem anderen Teil die geleisteten Zahlungen rückvergütet wurden. 10.000 Dunam erwarb die Gesellschaft »Meschek« inKuskus-Tabun (an der Straße Haifa^Nazareth) für private Käufer. Nach mancherlei Regelungen mit diesen wurde drei Viertel der Fläche von Kuskus- Tabun an den Keren Kajemeth übertragen. Eine Fläche von 700 Dunam kaufte die »Amzic« bei Tel Aviv. Die Hälfte davon ging an den Keren Kajemeth über, auf ihr entstand die Schchunath Borochow (Borochow-Viertel). Die zweite Hälfte wurde an verschiedene Privatleute verkauft, größtenteils amerikanische Juden; auf diesem Gebiete wurde die Schchunath Scheinkin (Scheinkin-Viertel) errichtet. Heute wohnen in der Schchunath Scheinkin 100 Familien in 80 Häusern. Man ist jetzt dabei, Straßen in der Schchunath zu bauen, die sie mit der Straße Tel Aviv—-Petach Tikwah über Nachlath Jizchak verbinden sollen. Weitere städtische Böden kauften »Amzic« und »Meschek« vor allem auf dem Mount Carmel in Haifa, darunter zwei geschlossene Komplexe: Karmelia (400 Dunam) und eine Fläche von 200 Dunam auf dem sogenannten Roten Karmel bei der Schchunath Newe Schaanan. Der Boden von Karmelia wurde teils an amerikanische, teils an palästinensische Juden verkauft. Um den Platz besiedlungsfähig zu machen, geht man jetzt an den Bau von Straßen. Der Boden auf dem Roten Karmel wurde hauptsächlich in Europa verkauft. Fast auf der ganzen Fläche wurden bereits Straßen und Wasserleitungen angelegt. Bei Talpioth (Jerusalem) erwarb die »Amzic« einen Teil der unter dem Namen »G iwath Eliahu« bekannten Grundstücke. Dieser Boden wurde zum Teil in Amerika, zum anderen Teil in Palästina verkauft. Der Platz erhielt in letzter Zeit Verbindung mit jüdischen Wohngegenden durch die neue Straße Talpioth—-Ramat-Rachel, an deren Bau die »Amzic« beteiligt war. Man rüstet sich jetzt zum Beginn der Bautätigkeit auf diesem Platz, der ein Glied in der Kette der jüdischen Wohnpunkte im Süden der Stadt bilden wird.