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Palästina · 1936-06-01 · Heft 6 (Juni 1936) · p. Seite 286

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 6 (Juni 1936)
Article
Zum Ärzteproblem in Palästina
Date
1936-06-01
Page
Seite 286 (sequence 8)
Language
German
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2. Löhne. Auch hier war ein Rückgang bemerkbar. Die Baukosten haben sich von August 1935 bis März 1936 um rund 10% gesenkt. 3. Bodenpreise. Da die Bodenpreise besonders stark von der Konjunktur abhängig sind, ist durch mangelnde Nachfrage das Niveau um etwa 15% abgeglitten; der Umsatz war besonders gering und nur sogenannte Notverkäufe wurden getätigt. IL Miete» Wie vorstehend gezeigt, sind Bau- und Geländekosten im letzten Halbjahr gefallen, und im gleichen Verhältnis etwa sind auch die Mieten gefallen, dies wohl weniger durch die neu und somit billiger erstellten Wohnungen, die preisdrückend wirken könnten (diese sind noch nicht fertiggestellt), als durch die geringere Nachfrage und das somit größere Angebot (Krisenstimmung, geringere Einwanderung). III» Verbesserungen im Wohnungswesen» a) Ausstattung. In der Ausstattung der Wohnungen haben im letzten Halbjahr keine wesentlichen Änderungen stattgefunden, meist geht das städtische Miethaus zu zentraler Wasserversorgung, teilweise auch zu Zentralheizung über. Häufiger findet man bessere Fußbodenbeläge, eingebaute Schränke und teurere Ausstattungsgegenstände (Wohnungen mit Spiegelschränkchen, Handtuchhalter usw.). b) Wohnungstypen. Die übliche Wohnungstype ist die Dreizimmerwohnung, in der häufig ein Zimmer weitervermietet wird. In letzter Zeit findet ein starker Übergang zu Zweizimmerwohnungen statt und — wenn auch als Einzelerscheinungen — zu dem Ein-Zimmer- oder Appartmenthaus. In diesen Häusern besteht eine Wohnung aus einem Zimmer mit Balkon, gut eingerichtetem Bad, Kochnische usw. IV» Mietengesetze» Die Mieterschutzgesetze, wie sie erstmalig im Frühjahr 1934 erlassen, im Jahre 1935 verbessert wurden, sind 1936 mit unwesentlichen Änderungen verlängert worden. Irgendwelche neuen Änderungen haben die Mietengesetze des Jahres 1936 nicht ausgelöst. V» Rentabilität für Investierungen im Wohnungsbau» In den beiden eingangs erwähnten Artikeln sind Beispiele für die Rentabilität des im Wohnungsbau investierten Kapitals angeführt, im Baujahr 1933/34 erzielte man rund 11% Kapitalsverzinsung, im Baujahr 1934/35 bei gesteigerten Bodenpreisen etwa 10% und mit dieser Verzinsung kann unter Berücksichtigung teurer Hypotheken und gesunkener Bodenpreise, Baukosten und Mieten weiter gerechnet werden. VI», Ergebnisse» Der Überblick über die einzelnen Zweige der Bau- und Wohnungsindustrie hat gezeigt, daß 1. die Bauindustrie als Schlüsselindustrie eines Landes und ganz besonders eines Einwanderungslandes wie Palästina, die Gesamtwirtschaft erheblich beeinflußt, und deren Förderung für das Land nutzbringend ist. 2. Noch immer ein Wohnungsbedarf in den Städten herrscht, und daher die Wohndichte außergewöhnlich hoch ist (siehe die Untersuchungen von Naftali). 3. Bau- und Geländekosten schon gefallen sind und trotzdem die Mieten noch zu hoch sind. Man rechnet normalerweise in Europa, daß ein Angestellter oder Arbeiter 20% seines Einkommens auf Miete verwendet. Der Durchschnittsverdienst in Palästina ist

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