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Palästina · 1936-05-01 · Heft 5 (Mai 1936) · p. Seite 259

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 5 (Mai 1936)
Article
Jewish Agency. Von d. e.
Date
1936-05-01
Page
Seite 259 (sequence 3)
Language
German
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offensichtlich nunmehr überzeugt ist, daß der schwierigen aktuellen Situation nur durch energische Gegenmaßnahmen begegnet werden kann, schnell eine Befriedung der Lage erreicht. In jüdischen Kreisen ist während der letzten Wochen in offiziellen und privaten Äußerungen oft der Gedanke zum Ausdruck gebracht worden, daß diese Ereignisse, so bitter, sie auch jedesmal empfunden würden, als unvermeidlich hingenommen werden müßten, so lange die jüdische Bevölkerung noch nicht so stark geworden sei, daß allein das Wissen um ihre Stärke die Gegenseite von einer Wiederholung der Angriffe abschrecken würde. In. dieser Auffassung steckt zweifellos ein richtiger Kern. Es wäre aber doch zu erwägen, ob nicht Mittel und Wege gefunden werden können und sollen, um künftig eine so tiefgehende Beunruhigung speziell auch der Einwanderung, die schließlich für den Ausbau und das Wachstum der jüdischen Position unentbehrlich ist, auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Das jüdische Werk in Palästina ist seiner innersten Natur nach ein Werk des Friedens, des friedlichen Aufbaus einer Heimstätte für gejagte Menschen, die aus allen Teilen der Welt hier eine sichere Zuflucht finden wollen. Das Schicksal hat es gewollt, daß Palästina kein leeres Land ist. Der unerschütterliche Wille der Juden, sich in Palästina eine neue Heimat zu errichten, in der sie kraft Rechtes und nicht geduldet leben können, wird sicher durch die Vorfälle, wie sie sich jetzt wiederum ereignet haben, nicht erschüttert und es ist gut, dies mit letzter Entschlossenheit und Klarheit zu sagen. Aber gleichzeitig damit müßte vielleicht der Versuch gemacht werden, der arabischen Bevölkerung in Palästina, die nun einmal diese Beeinträchtigung ihrer nationalen Herrschaftsaspirationen hinnehmen und mit der Anwesenheit und der Expansion der jüdischen Einwohnerschaft in Palästina rechnen muß, Aspekte zu eröffnen, die ihr die jüdische Arbeit in Palästina auch politisch positiver erscheinen lassen. Obwohl die folgenden Ideen manchem verfrüht erscheinen mögen — sie sind in Wirklichkeit keineswegs neu soll doch nicht unterlassen werden, darauf hinzuweisen, daß eine jüdisch-arabische Annäherung vielleicht im Rahmen einer allgemeinen politischen Neuordnung der Orientländer möglich ist, in der sowohl den jüdischen als den arabischen Aspirationen Genüge geschehen kann. Ein Bund der Vereinigten Staaten des arabischen Orients, der im ganzen wohl eine arabische Dominante tragen kann, nachdem ihm Saudia, Irak und Syrien angehören werden, könnte auch Platz für einen Mitgliedsstaat Palästina haben, in welchem die Idee des jüdischen Nationalheims realisiert wird. Die arabischen Länder könnten dabei für die Anerkennung der durch die Balfour-Deklaration geschaffenen Situation auf die Mithilfe jüdischer Fachleute und Gelehrter und jüdischer Kapitalien für die Entwicklung ihrer Länder rechnen. Schließlich würde auch England, das heute mehr denn je an eine Pazifizierung des östlichen Mittelmeers und des arabischen Orients interessiert ist, dazu bewegt werden können, eine solche Entwicklung zu patronisieren. WIRTSCHAFT. Von Dr. J. Adler, Tel Aviv. Das Wirtschafts-Barometer: April 1936. Monatsbericht über den Palästina-Markt. Das palästinensische Wirtschaftsleben war seit der zweiten Märzhälfte — angeregt durch die Touristensaison, durch Ge/d- und Kapitalmarkt die Vorarbeiten zur Levante-Messe, durch gewisse Aussichten auf neuerliche Zunahme des Einwanderer- und Kapitalzuflusses, sowie durch die bekannten Selbsthilfemaßnahmen zur Arbeitsbeschaffung — wieder in kräftigere Bewegung geraten, weshalb auch nach längerem Rückgang der Geldumlauf nunmehr erstmals wieder einen leichten Aufstieg zeigte, nämlich von 6,186.134 £P am 1. März auf 6,236.134 £P am 1. April

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