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Palästina · 1936-05-01 · Heft 5 (Mai 1936) · p. Seite 241

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 5 (Mai 1936)
Article
Zur Hydrologie der Küstenebene Palästinas III.
Date
1936-05-01
Page
Seite 241 (sequence 6)
Language
German
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Charakteristisch für den südlichen Teil der Küstenebene ist das völlige Fehlen von Quellen auf der Linie der hypothetischen Randverwerfung. Der Grund hiefür ist, daß das Gelände überall wesentlich höher liegt als das Potential des Grundwassers. Grundwassermengen. Die Durchlässigkeit der wasserführenden Schichten ist bisher noch nirgends ermittelt worden. Jedoch möchte ich aus deren allgemeinem Habitus schließen, daß dieselbe nicht oder nur unwesentlich von den für den zentralen Teil der Küstenebene mitgeteilten Werten abweicht. Die Wassermenge dagegen, welche der heute noch unwesentlich gestörte Grundwasserstrom jährlich abführt, wird wohl aus den oben angegebenen klimatischen Gründen und wegen der geringeren Durchlässigkeit der Erdoberfläche beträchtlich geringer sein als diejenige, welche für die zentrale Küstenebene ermittelt wurde 4. Für genauere Angaben reicht das mir zur Verfügung stehende Material nicht aus. Grundwasserspiegelschwankungen. Die Abhängigkeit des Grundwassers von den Niederschlägen spiegelt sich auch hier wieder in den jahreszeitlichen Spiegelschwankungen, welche zeitlich mit der Regenzeit und der Sommerdürre übereinstimmen. Die Amplitude der Schwankungen dagegen ist wesentlich geringer als die in dem zentralen und im nördlichen Teil der Küstenebene beobachtete. Außer den jahreszeitlichen Spiegelschwankungen konnten auch solche über längere Perioden festgestellt werden: Fallen des Grundwasserstandes in Dürre jähren und Ansteigen in Jahren mit ergiebigeren Regen. Dünenwasser. Als hervorragende Schluckflächen kommen Kurkarhöhen und vor allem die Dünen an der. Küste in Betracht. Die große Anreicherung von Regenwasser in den Dünen geht auch aus der starken Aussüßung des Wassers hervor, z. B. des von Majdal nach Asqalan, von Gaza bis Gaza Jetty (siehe Tabelle). Daß sich ein nach Osten und nach Westen abfließendes Dünenwasser bilden konnte, ist unwahrscheinlich. Es fehlt das hiefür charakteristische Vorkommen der nordsüdlich hinter den Dünen fließenden Küstenflüsse. Dennoch sind die Dünen hydrologisch wegen der Anreicherung des Grundwassers infolge der großen Versickerung sehr wertvoll. Zusammenfassung. Das Gebirgsgrundwasser ist bisher, außer bei Hulda, nirgends erschlossen worden. Es erscheint nicht aussichtsreich, es zu suchen, da der zu erwartende hohe Salzgehalt es für Bewässerungszwecke wohl ausschließen wird. Es ist wichtig, festzustellen, ob in den Schichten der Vorberge ein »Grundwasser der Vorberge« vorkommt, obwohl auch für diesen Horizont ein recht hoher Salzgehalt zu erwarten ist und seine Ergiebigkeit nicht allzu vielversprechend sein dürfte. Sehr wichtig erscheint die Klärung der Zugehörigkeit und die genaue Feststellung der Eigenschaften der bei Masmiya und östlich von Gedera unter den grauen Sandsteinen erschlossenen und an anderen Stellen auf geo-physikalischem Wege festgestellten Wasservorkommen. Das Küstenebenen-Hauptgrundwasser bewegt sich westwärts in den wasserdurchlässigen Schichten, welche den Komplex der tertiären Tone (Saqie-Schichten und ältere) überlagern. Sehr wichtig sind wieder Kurkar und der poröse, meist marine Sandstein, welche Erschließung großer Wassermengen ohne Filter ermöglichen. Gespeist wird das Küstenebenen-Hauptgrundwasser vornehmlich durch Versickerung des in der Küstenebene fallenden Regens. Seine Beziehungen zu tiefer gelegenen Wasserhorizonten sind ungeklärt. Die bisherigen Anzeichen für eine Speisung aus solchen Horizonten genügen nicht, um diese mit hinreichender Sicherheit annehmen zu können. 4 Jahrgang 1935, Heft 12, Seite 639.

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