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Palästina · 1936-05-01 · Heft 5 (Mai 1936) · p. Seite 238

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 5 (Mai 1936)
Article
Zur Hydrologie der Küstenebene Palästinas III.
Date
1936-05-01
Page
Seite 238 (sequence 3)
Language
German
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entstammt, so drängt sich bei Betrachtung der hydrologischen Verhältnisse des südlichen Teiles der Küstenebene mit Notwendigkeit folgende Erwägung auf: Südlich der Linie Yibna—Umm Kalkha nimmt die mittlere jährliche Regenmenge erheblich ab. Während sie auf dieser Linie noch etwa 600 mm beträgt (siehe Dr. D. Ashbel, die Nieder- Schlagsverhältnisse im südlichen Libanon, in Palästina und im nördlichen Sinai, Berlin 1930, Fig. 20, Seite 60) erreicht sie auf der Linie Gaza—Ruhama^Adh Dhahiriya nur mehr etwa 400 mm und auf der Linie Rafah—Beer Sheba sogar nur etwa 200 mm. Dabei verlaufen die Linien gleichen Niederschlages außer im Gebirge und im Ghor im allgemeinen westöstlich. Es ist daher zu erwarten, daß die Ergiebigkeit der Grundwasserströme nach Süden zu gleichfalls abnimmt. Das Gebirgsgrundwasser. Gebirgsgrundwasser, welches wohl auch hier in den durchlässigen Gebirgskalken unterhalb der bituminösen Kalke erwartet werden kann, ist, außer bei Hulda, noch nirgends erschlossen. Es erwies sich wegen seiner sehr hohen Versalzung (etwa 1200 mg/Liter) als unbrauchbar für Bewässerungszwecke (vgl. Jahrgang 1935, Heft 12, Seite 638). Es ist zu erwarten, da es von Ramie nach Süden zu fortschreitende Versalzung zeigt, daß es für Bewässerungszwecke ungeeignet sein wird. Man sollte daher meiner Meinung nach, nicht allzu große Hoffnungen auf die Entwicklungsmöglichkeiten dieses Gebietes mit Hilfe in großer Tiefe etwa zu erschließenden Gebirgsgrundwassers setzen. Grundwasser der Vorberge. Die zahlreichen Dörfer am Rande der Vorberge haben meist sehr tiefe Brunnen, welche zum größten Teil wohl aus der Römerzeit oder aus noch früheren Geschichtsperioden stammen. Über die chemischen Eigenschaften gibt die beigefügte Tabelle Aufschluß. Es liegt der Schluß nahe, daß diese Brunnen ihr Wasser dem bereits im ersten Teil (Jahrgang 1935, Heft 12, Seite 639 u. 640) in der Gegend von Umm Kalkha festgestellten Grundwasser der Vorberge entnehmen. Diese Frage kann jedoch einstweilen nicht entschieden werden, da die Schichten, denen das Wasser dieser Brunnen entstammt, nur durch neue Bohrungen oder etwa durch geophysikalische Aufnahmen festgestellt werden könnten. Es empfiehlt sich, bald an die systematische Klärung dieser Zusammenhänge zu gehen. Das Küstenebenen-Hauptgrundtv asser. Das Küstenebenen-Hauptgrundwasser, welches die durchlässigen Schichten oberhalb der tertiären Tone erfüllt, ist die südliche Fortsetzung dieses Wasserhorizontes der zentralen Küstenebene. Die Gefällsverhältnisse des Grundwasserspiegels waren zur Zeit noch nicht genau vermessen. Eine hydrologische Karte mit Höhenkurven des Grundwasserspiegels ließ sich daher nicht zeichnen 2. In die vorliegende Karte wurden daher nur die Spiegelniveaus einzelner Punkte eingetragen. Es zeigt sich wieder ein allgemeines Gefälle von Osten nach Westen. Außerdem scheinen jedoch an einzelnen Stellen »Grundwasserberge« vorzuliegen. Diese wurden nicht angegeben, da meine Aufnahmen nicht genügend genau sind, um derartige Erscheinungen mit der nötigen Klarheit und Zuverlässigkeit erkennen zu lassen. Mächtigkeit. Mangels genügender Aufschlüsse durch registrierte Bohrungen, unterlasse ich es auch, über die Mächtigkeit der wasserführenden Schichten Zahlenangaben zu machen. Es sei nur festgestellt, daß dieselbe offenbar von Osten nach Westen zu im allgemeinen zunimmt, dagegen von Norden nach Süden zu abnimmt. Der östliche Teil des Grundwassers ist anscheinend auf weite Strecken hin auffallend flach. Auch über diese Erscheinungen wird die hydrologische Regierungsaufnahme Aufschluß geben. Über die Höhenlage des undurchlässigen Liegenden des Küstenebenen-Hauptgrundwassers ist bisher nur sehr wenig bekannt. 2 Die hydrologische Regierungsaufnahme wird eine solche Karte ermöglichen.

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