Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1936)
- Article
- Der Hauran, Land und Einwohner
- Date
- 1936-05-01
- Page
- Seite 236 (sequence 18)
- Language
- German
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Fälle von Raub und verbrecherischen Überfällen. Ein besonderes Gendarmeriekorps und Polizei halten die öffentliche Ruhe und Ordnung aufrecht. In Der'a gibt es eine französische Besatzung und einen Flughafen. Ein französischer Oberbeamter sitzt in Der'a, überwacht die Verwaltung des Hauran und ist der Vertretung des französischen Oberkommissariats in Damaskus unmittelbar verantwortlich. Der Hauran gehört zum militärischen Bezirk von Damaskus, der augenblicklich dem General Blanc untersteht. Die Beziehungen des Hauran zu seinen Nachbarn, den Metwalli von Dschebel Amel und den Drusen, sind vollkommen friedlich. Zur Hydrologie der Küstenebene Palästinas Von Dipl.-Ing. M« J* Goldschmidt, Jerusalem. III.* 3* Der südliche Teil der Küstenebene* Der südliche Teil der Küstenebene, der sich an das im ersten Teil beschriebene Gebiet, als dessen südliche Fortsetzung anschließt, ist bisher am wenigsten erforscht worden. Noch heute geben die von Range (6) mitgeteilten Bohrungen, welche während des Krieges unter seiner Leitung ausgeführt wurden, die wichtigsten Aufschlüsse. Ihre Ausdeutung muß allerdings die bisher in den übrigen Teilen der Küstenebene gesammelten Erfahrungen sowie gleichzeitig die nicht sehr zahlreichen Flach- und Tiefbohrungen, welche inzwischen im Süden gemacht 'wurden, in Betracht ziehen. Wertvolle neue Erkenntnis über die Lage wird zweifellos die Bearbeitung der von der Regierung durchgeführten hydrologischen Aufnahme liefern. Geologische Beschreibung. Jenseits der durch die Orte Yibna, Eqron und Niana bezeichneten Südgrenze des zentralen Teiles der Küstenebene (»Palästina«, Jahrgang 1935, Nr. 12, S. 630) ändert sich deren Oberflächenbeschaffenheit beträchtlich. Die fossilen Dünengürtel, welche dort als Hamra- und Kurkarrücken einen wesentlichen Teil der Ebene bilden, treten hier auffallend stark zurück. Weite Niederungen, wie sie sich höher im Norden nur zwischen der östlichsten fossilen Dünenreihe und den Vorbergen finden, nehmen hier östlich des breiten Dünengürtels an der Küste einen weiten Raum ein. Nach Osten zu gehen sie in ein flaches Hügelland über, das nach Osten und Süden zu ansteigt. Die Oberfläche dieser Niederungen wird meist von Lehm und von lößähnlichen Schichten gebildet. Im übrigen hat sich in der Schichtenfolge der Küstenebene nicht viel geändert: Unter den oberflächenbildenden Lehm-, Löß-, Hamra- und Sandschichten finden sich wieder Geröllschichten, darunter die bereits in allen Teilen der Küstenebene angetroffenen marinen hellen Sandsteine. Ein Teil der Sande ist zu Kurkar verkrustet. Der marine helle Sandstein keilt nach Osten zu aus. Dagegen setzen sich die Kurkarbildungen und die Geröllschichten weit nach Osten hin fort. Sie treten z. B. deckenartig an der Straße Gaza—Beer Sheba, etwa 15 km westlich von Beer Sheba, zutage. Die Geröllschichten setzen sich auch in den Wadis der Vorberge und des Gebirges fort. Sowohl die marinen hellen Sandsteine als auch der Kurkar sind, wo immer sie angetroffen wurden, sehr grobporig und daher, soweit sie Grundwasser führen, von hervorragender hydrologischer Bedeutung. 1 Der erste Teil dieser Arbeit erschien im Jahrgang 1935, Nr. 12, der zweite Teil im Jahrgang 1936, Nr. 4.