Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1936)
- Article
- Der Hauran, Land und Einwohner
- Date
- 1936-05-01
- Page
- Seite 220 (sequence 2)
- Language
- German
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OOA Zentren der Provinz, Der'a oder Izr'a unterstellt sind. Folgende Distrikte gehören administrativ zu Der'a: Tafas, Bosra-Eskischem, El-Zawiyeh (Fik). Zu Izr'a gehören: Sanamein, Nord-Ledscha (das alte Trachonitis), Süd-Ledscha, Nawa. Sechs Ortschaften im Hauran wurden zu Munizipalitäten erhoben: Der'a, Izr'a, Qabaqeb, Nawa, El-Zawiyeh, Bosra-Eskischem. Die Einwohnerzahl des Hauran kann nicht genau geschätzt werden. Die Ergebnisse der Zählung vom Jahre 1931 sind noch nicht vollständig veröffentlicht worden. In demselben Jahre —* 1931 — wurde die Bevölkerung des Hauran, in Verbindung mit den Wahlen zum syrischen Parlament, von der Zentralregierung auf 68.136 Seelen geschätzt. Ortsansässige Beamte halten indessen diese Ziffer für zu niedrig und nehmen eine Gesamtzahl von mindestens 100.000 an. Die Bevölkerung des Hauran verteilt sich auf 118 Dörfer und kleinere Städte. Die folgende Tabelle gibt die Größe der Siedlungen (nach der oben genannten offiziellen Schätzung) an: Einwohnerzahl Zahl der Siedlungen Über 250 Einwohner 45 250 bis 500 „ .29 500 „ 750 „ 18 750 „ 1000 „ 6 1000 „ 2000 „ 16 Über 2000 „ 4 Im Der'a-Distrikt leben 44.915 Einwohner, im Izr'a-Distrikt 23.221. Der'a mit 7035 Einwohnern ist die meist bevölkerte Stadt des Hauran und seine Hauptstadt und hat die früheren Hauptstädte Schelk Saad und Scheik Miskin .verdrängt. 2* Geologische Struktur, Wasserquellen und Klima« Der Boden des Hauran besteht aus lose zusammengefügter Lava und ist sehr reich an für die Landwirtschaft wertvollen Phosphaten. Das Gebiet von El Ledscha (die »Zuflucht«) ist ein »Lavasee« auf erloschenen Kratern zerrissen in tiefe Spalten, kegelförmigspitze Löcher und wirre Massen von Gestein. Außerhalb der Ledscha ist der Hauran eine ungeheuer weite Ebene, die, durchschnittlich 2000 Fuß über dem Meeresspiegel liegt und sanft nach Süden abfällt. Seine Oberfläche, teils eben, teils wellig, ist gekennzeichnet durch vulkanische Erhebungen und Basaltblöcke, die unregelmäßig verteilt, in manchen Teilen ziemlich häufig, in anderen wieder seltener vorkommen. Im allgemeinen ist die baumlose Ebene durchfurcht von großen auseinanderliegenden Wadis, die indessen noch häufiger im Dscholan anzutreffen sind. Fließende Gewässer sind selten und es gibt wenig Flüsse, die auch in normalen Jahren, im Sommer meistens ausgetrocknet sind. In Zeiten der Trockenheit bleiben sie auch im Winter unsichtbar. Beinahe alle münden in den Yarmuk, der die Grenzlinie zwischen dem Hauran, Transjordanien und Palästina begleitet. '