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Palästina · 1936-04-01 · Heft 4 (April 1936) · p. Seite 183

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 4 (April 1936)
Article
Zur Problematik des palästinensischen Außenhandels
Date
1936-04-01
Page
Seite 183 (sequence 9)
Language
German
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umfassendes Bild der Kongruenz oder Inkongruenz zwischen Handelsbilanz und Volkswirtschaftsstruktur. Ein aufschlußreiches Beispiel für die Beziehung zwischen der inneren Wirtschaftsbilanz und der Außenhandelsentwicklung liefert ein Vergleich der Entwicklung der Bautätigkeit und der Einfuhr der Baumaterialien während der letzten Jahre: Einfuhren twicklunc j wichtiger Bauma t e r i a 1 i e n 1930 1931 1932 1933 1934 Bauholz 167.564 153.381 184.267 253.777 460.410 Stab- und Winkeleisen, Träger und Stangen 101.746 83.629 96.683 240.096 520.604 Sanitäre Waren 20.993 19.824 39.288 66.041 177.989 Elektr. Einrichtungen und Isolierrohre 38.884 22.704 29.475 58.491 106.609 Zement 16.996 14.359 25.264 88.328 267.624 Farben 18.445 18.963 24.471 39.339 57.66^ Glas 15.953 15.372 21.984 34.431 58.419 Kacheln 18.618 16.068 20.849 34.523 88.334 Klein-Eisenwaren 57.346 47.912 52.524 96.079 166.501 Die annähernde G e s a m t i nvestition in der B a u w i r i t s c h a f t e i n s c hließlich der vier Hauptst ädte : Jahr 1930 1931 1932 1933 1934 Investierte Summen 3,448.667 2,720.678 2,945.708 5,600.732 7,000.000 Ein Vergleich der Neuinvestitionen mit dem Import an Baumaterialien zeigt den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Einfuhrgröße und Investitionstätigkeit auf diesem Gebiet. Im Jahre. 1931, dem Jahre des Rückganges der Bautätigkeit ist auch die Einfuhr sämtlicher Baumaterialien (mit Ausnahme von Farben) gesunken, um mit der Ausdehnung der Bauinvestitionen im Jahre 1932 gleichfalls wieder anzusteigen. Freilich steigt proportioneil die Einfuhr von Baumaterialien erheblich schneller als die Investierungen in Bauten. Im Jahre 1932 beträgt die Einfuhr an Baumaterialien 450.000 £P bei einer Gesamtinvestition von 2.9 Millionen £P, steigt im Jahre 1933 auf das Doppelte, während die Bauinvestitionen mit 5.6 Millionen £P eine Steigerung von zirka 90% erreichen. Im Jahre 1934 beträgt die Einführsteigerung annähernd 1 Million £P, das bedeutet eine Steigerung um 120%, die Bauinvestitionen sind dagegen um 52%, auf 7.6 Millionen £P gestiegen. Die stärkere progressive Steigerung des Importes an Baumaterialien im Vergleich zur Zunahme der Bauinvestitionen ist darauf zurückzuführen, daß die einheimischen Baumaterialienherstellung hinter der rapiden Steigerung des Bedarfes ständig zurückbleibt. Sie ist nicht imstande, ihre Produktion entsprechend der erweiterten Nachfrage auszudehnen. Daraus erklärt sich, daß die Einfuhr gerade derjenigen Waren, die ursprünglich nur eine Ergänzung zum einheimischen Angebot bildeten, wie Zement und Ziegel, absolut und relativ besonders schnell ansteigt. Die ungleichmäßige Zunahme der einzelnen Einführposten beruht ferner darauf, daß nicht der Bedarf an allen Materialien proportional mit der Bauentwicklung ansteigt, daß ferner mit der Ausweitung des Bedarfes und der dadurch bedingten Erhöhung der Bestellungen für einzelne Waren günstigere Importabschlüsse möglich werden. Von Wichtigkeit ist ferner die Tatsache, daß mit der Steigerung der Kaufkraft und der Zunahme von Industriebauten die Ansprüche an die Qualität und die Dauerhaftigkeit einzelner Baumaterialien steigen, die zu einer Inkongruenz zwischen Volumen und Bedarfssteigerung einzelner Warenposten führen.

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