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Palästina · 1936-02-01 · Heft 2 (Februar 1936) · p. Seite 96

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 2 (Februar 1936)
Article
Das Wirtschafts-Barometer: Jänner 1936
Date
1936-02-01
Page
Seite 96 (sequence 5)
Language
German
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aus Cypern, die von einer unlängst auf Cypern etablierten deutsch-jüdischen Firma exportiert werden, sich von sehr guter Qualität* (Durchschnittsgewicht 60 Gramm) zeigen und in Palästina pro 100 Stück mit —,340 £P offeriert werden. Was Inlandsware betrifft, so erzielen heute pro 100 Stück arabische Eier --,300 bis ^,320 (Vormonat: —,440) £P und jüdische Prima-Trinkeier —,400 bis —,450 (Vormonat: —,640 bis -,800) £P. Konserven Die umfangreichen Vorratskäufe, die die palästinensischen Grossisten während der Mittelmeer-Krise der Herbstmonate vorgenommen hatten (um bei einer eventuellen Erschwerung des Imports durch Kriegsereignisse ausreichend eingedeckt zu sein), haben jetzt einen starken Absturz des Preisniveaus herbeigeführt, da man nunmehr angesichts des baldigen Ablaufes der kalten Jahreszeit die Lagerbestände beschleunigt räumen muß. Vor allem gilt das für japanische, portugiesische und norwegische Fischkonserven, in denen eine Rekordeinfuhr stattgefunden hatte; aber auch Gemüsekonserven, sowie Obstkonserven und kondensierte Milch haben neuerdings eine fühlbare Abschwächung erlitten, wozu übrigens auch die allgemeine Konsumeinschränkung, zumal der Arbeiter-Haushaltungen infolge der Lohnausfälle, beiträgt In Fleischkonserven ist die Saison im Großhandel jetzt im wesentlichen beendet. Textilwaren Die Saison- und Inventurausverkäufe des Textil-Einzelhandels zu Jahresbeginn haben nicht den erwarteten Umsatz gebracht, da das Publikum selbst auf sehr billige Preise nur zögernd reagiert. Für das Frühjahrs- und Sommergeschäft rechnet man mit einem ausgeprägten Schleuder-Wettbewerb, da Japan beabsichtigen soll, zwecks Devisenbeschaffung für seinen Rüstungs-Rohstoffeinkauf gewaltige Mengen von Seiden-, Kunstseiden- und Baumwollwaren auf den Afrika- und Mittelmeer-Märkten zum Angebot zu bringen. Der Aufbau einer dementsprechenden - japanischen Handelsorganisation in der Levante ist gegenwärtig von Alexandrien aus im Gange. In Fachkreisen weist man darauf hin, daß die japanische Kunstseidenproduktion von 150.2 Millionen englische Gewichtspfund in 1934 auf 214 in 1935 gestiegen ist, bei einer Zunahme der Weltproduktion von 787 auf 970,5 Millionen. Da die Palästina- Regierung zollpolitisch nichts dagegen unternimmt, ist zu befürchten, daß der Großteil des palästinensischen Textilabsatzes den Japanern anheimfällt, auch zum größten Nachteil der bisher so aussichtsvoll gewesenen Textil-, insbesondere Wirkwaren-Industrie Palästinas selbst. Nach Abschluß dieser Bemerkungen, die sich auf den Stand der Dinge um die Monatsmitte bezogen, wurde eine ganz neue Situation dadurch geschaffen, daß am 22. Jänner die große Zolltarif-Novelle der Regierung auch eine ganze Reihe neuer Textilzoll-Erhöhungen brachte, insbesondere für bedruckte und gefärbte Baumwollstückwaren, für Krepp aus Kunstseide und Kunstseidegemischen, für Strümpfe aus marzerisierter Baumwolle und Kunstseidegemischen, für Damenkonfektion, Wäschekonfektion und Trikotagen. Da die Zollsätze zum Teil mehr als verdoppelt sind, darf man nunmehr eine gewisse Schutzwirkung v'on ihnen zugunsten der palästinensischen Industrie erhoffen. Daher hat soeben die große Seidenweberei »Moshi« in Ramath-Gan, die im Sommer 1935 wegen des japanischen Dumpings stillgelegt worden war, ihren Betrieb in vollem Umfange wieder eröffnet. Leder Die Schwankungen der internationalen Tendenz griffen auch auf den Palästina- Markt über. In letzter Zeit notierten loko pro Quadratfuß (930 Quadratzentimeter) Chevreaux —,065 (Vormonat: —,070) £P, Lackleder und Boxkalf etwa —,060

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