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Palästina · 1936-01-01 · Heft 1 (Januar 1936) · p. Seite 36

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 1 (Januar 1936)
Article
Das Wirtschafts-Barometer: Dezember 1935
Date
1936-01-01
Page
Seite 36 (sequence 3)
Language
German
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um zwei Drittel reduziert, Österreich eine Zollsenkung auf Grapefruits um 50% und bei den Orangen einen angemessenen Abzug der Verpackung in Aussicht gestellt hat. Allerdings ist das wichtigste Problem, die Erlangung der »Imperial Preference« in Großbritannien, bisher noch immer nicht zu lösen gewesen. Die geschäftliche Entwicklung der neuen Exportsaison befriedigt noch nicht sehr. Für Grapefruits trat letzthin auf dem englischen Markte ein scharfer Preisrückschlag ein, so daß die Höchstnotierung in London auf 10% sh, in Liverpool auf 9 sh pro Kiste zurückgedrängt wurde, was einen glatten Verlustpreis bedeutet. Besser behaupteten sich im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft Orangen, die pro Kiste in London bis zu 13}4> in Liverpool bis zu 143^ sh notierten. Nunmehr ist abzuwarten, wie sich die Jännerpreise gestalten werden, wenn der Weihnachstbedarf vorüber ist und die Zufuhr aus Spanien mit voller Wucht einsetzt. Einen interessanten Einblick in die Kalkulationsgrundlagen des palästinensischen Zitrusexports gewähren die diesjährigen Frachtraten, die pro Kiste nach Dieppe 1 sh und 7 Pence, nach Rotterdam 1 sh und 6 Pence, nach Kopenhagen, Gdynia und Danzig 2 sh und 2 Pence, nach Gothenburg 2 sh und 4 Pence, nach Stockholm 2 sh und 8 Pence, nach Oslo 2 sh und 9 Pence betragen ~- gemäß den Vereinbarungen zwischen der Jaffa Citrus Exchange und den nach dem Kontinent verkehrenden Dampferlinien. Wie soeben noch bekannt wird, hat der Irische Freistaat mit Spanien ein Abkommen getroffen, das — zum Schaden Palästinasder spanischen Apfelsine ein vollkommenes Monopol auf dem irischen Markt einräumt. Palästinensische ZitrusExportstatistik für den Zeitraum seit Beginn der Saison 1935/36 bis einschließlich 22. Dezember 1935: Gesamtausfuhr 1,665; 107 (im entsprechenden Vorjahrszeitraum: 1,056.248) Kisten Zitrusfrüchte, davon 1,319.565 Kisten Orangen, 321.874 Kisten Grapefruits und 254 Kisten sonstige Zitrusfrüchte. Die Regierung hat für die Roggeneinfuhr im ersten Halbjahr 1936 ein Kontingent von 2500 t (zweites Getreide, Futtermittel und Mehl Halbjahr 1935: 5000 t) bewilligt. Das Einfuhrverbot für Weizen beibt weiterhin aufrechterhalten, mit Ausnahme einer gewissen Quantität weichen Weizens für die — bekanntlich auch teilweise für Export arbeitende —- Mazzothindustrie. Der Getreidemarkt verharrt in der bisherigen Schwäche. Inländischer Weizen, der reichlich angeboten bleibt, kommt pro südpalästinensischen Kantar (288.45 kg) nicht über 2,300 (Vorjahr 2,400) £P hinaus. Gerste behauptet knapp den Vormonatspreis. Ebenso neigen Mais, Durrah und andere Futtermittel zur Schwäche. Äußerst flau — im Gegensatz zur festen internationalen Tendenz — zeigt sich das Mehlgeschäft, da der Markt noch mit alter Ware überfüllt ist, die aus Sorge vor dem Verderben und aus Geldbeschaffungsgründen zu Preisen abgestoßen wird, die nur knapp das Vormonatsniveau erreichen, sogar oft noch darunter bleiben. Einheimisches Mehl ist pro Sack (86 kg) bis auf 1,100 Vormonat 1,150 bis 1,180) £P hinabgegangen. Im Hinblick auf die noch vorhandenen starken Vorräte hat die Regierung den dringlichen Vorstellungen des Mehlhandels und der Mühlen nachgegeben und für das erste Quartal 1936 das Einfuhrkontingent für Weizenmehl auf 5000 Tonnen, wie im vierten Quartal 1935, festgesetzt, während ursprünglich 10.000 Tonnen beabsichtigt waren. Das Einfuhrkontingent für Roggenmehl im ersten Quartal 1936 ist auf 300 Tonnen (im vierten Quartal 1935 500 Tonnen) bemessen worden. Der Preisrückgang im Zucker geschäft hat sich auch im Dezember fortgesetzt. Pro Tonne loko muß sich gegenwärtig gemahlener Zucker Kolonialwaren mit 11,600 (Vormonat 12,500) £P begnügen, und auch Würfelzucker vermag nicht mehr die bereits sehr schwach gewesenen Novemberpreise zu erzielen. Dabei hält sich infolge der gesunkenen Kaufkraft der Bevölkerung der Bedarf in engen Grenzen Wie international, so hat Reis auch in Palästina über einen flauen Markt zu klagen, vor allem

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