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Palästina · 1936-01-01 · Heft 1 (Januar 1936) · p. Seite 29

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 1 (Januar 1936)
Article
Die Gefahr der Bodenspekulation
Date
1936-01-01
Page
Seite 29 (sequence 8)
Language
German
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Die Aufgaben dieses Büros wären wie folgt: L Das Büro müßte zuverlässige Informationen über die Tätigkeit von Institutionen und Privatpersonen auf dem Gebiete des Bodenmarktes sammeln und veröffentlichen. Es muß der Spekulation und allen ihren Begleiterscheinungen in der Presse und durch Rundschreiben begegnen, die an alle zionistischen Organisationen im Ausland versandt werden. 2. Das Büro macht bekannt, daß es jedem zu zuverlässigen und objektiven Auskünften in allen Fragen, die Bodenerwerb im Lande angehen, zur Verfügung steht. Ebenso hat das Büro in der Öffentlichkeit vor Agenten und Vermittlern zu warnen, die im Ausland Böden verkaufen; man dürfe sich ihnen nur dann anvertrauen, wenn sie vom Auskunftsbüro Unterlagen vorlegen, welche die Überprüfung und Zuverlässigkeit ihrer Projekte bestätigen. 3. Das Auskunftsbüro soll alles Material über Gesellschaften und Privatpersonen, die sich mit Bodenangelegenheiten beschäftigen, sammeln und sichten, ebenso auch Material über Bodentransaktionen und Preisschwankungen auf dem Bodenmarkt, schließlich auch alles karthographische Material und Material in Verbindung mit der Formulierung von Kaufverträgen. 4. Das Auskunftsbüro muß in ständiger Verbindung mit den Zentralinstitut und mit der Kolonisationsabteilung der Jewish Agency stehen und ebenso mit Fachleuten und Experten in ländlichen und städtischen Siedlungsfragen. * ★ ★ Der XIX. Kongreß hat der Exekutive der Jewish Agency aufgetragen, der nächsten Sitzung des A. C. ein Arbeitsprogramm für das Bodenzentralinstitut und für die Aufsichtskommission über Institutionen und Privatpersonen, die sich mit Bodenkauf beschäftigen, vorzulegen. Es ist zu hoffen, daß die Jewish Agency nach vorheriger Beratung mit allen zuständigen Faktoren unverzüglich an die Ausführung dieser Beschlüsse geht und den passendsten Weg dazu finden wird. Für die in vielen Ländern seelisch und wirtschaftlich gedrückten Juden ist Palästina heute der einzige Rettungsanker; das ist es, was unsere Brüder veranlaßt, ihr Vermögen in diesem Lande zu investieren, um sich eine Existenz in ihm zu sichern. Die Jewish Agency genießt heute unter der Judenheit ein Vertrauen wie nie zuvor. Gestützt auf dieses Vertrauen kann sie heute darangehen, Ordnung und System in den Bodenmarkt zu bringen, die nötige Zusammenarbeit von nationalem und Privatkapital herbeizuführen und dadurch die kolonisatorische Arbeit auf sicheren Bahnen und mit größerer Schnelligkeit weiterzuführen, zum Segen für Land und Volk. Bauen und Planen Vorb. d. Red. Nachstehenden Artikel eines früheren Beamten deutscher Großstadtverwaltungen entnehmen wir den »Palästina- Nachrichten«, Berlin, Jahrgang II, Nr. 18/19. Es ist gewiß ein Ruhmesblatt in der zionistischen Bewegung, daß sie in einer Zeit. die von ganz anderen Anschauungen erfüllt war, die Zurückführung des jüdischen Volkes zum Boden der Väter gefordert hat. Frühzeitig hat sich die Erkenntnis Bahn gebrochen, daß auch in Palästina eine richtige Bodenordnung die unerläßliche Voraussetzung für eine gesunde Sozialordnung ist. Der Grundsatz der bodenständigen Arbeit wird auch heute noch von den leitenden Stellen mit anerkennenswertem Nachdruck vertreten. Die Wirklichkeit sieht nun freilich anders aus. Es ist geradezu eine Ironie

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