Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 11 (November 1935)
- Article
- Das Wirtschaftsbarometer Oktober 1935
- Date
- 1935-11-01
- Page
- Seite 612 (sequence 6)
- Language
- German
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ZementundBaukeramik: Infolge der unsicheren Verfassung des Baumarktes, die sich namentlich in der Vertagung von Neubauten bekundet, ist der Zement markt gegenwärtig ziemlich matt. Jugoslawische und belgische Ware begnügt sich pro Tonne loko (ab Hafenlager) mit 2.450 bis 2.550 (Vormonat: bis 2.600) £P. Das einheimische Fabrikat verlangt pro Tonne frei Bauplatz 2.720 (unverändert) £P. In Baukeramik prägt sich der internationale Wettbewerb heute äußerst stark aus. In feinen Kacheln ist deutsche Transferware lebhaft angeboten. In gewöhnlichen Kacheln kommt japanische Ware billigster Preislage besonders in den Vordergrund. Eisen: Gemäß der internationalen Marktversteifung haben auch die Eisennotierungen im Palästina-Geschäft weiterhin teilweise angezogen. Pro Tonne loko fordern Eisenträger 7.750 (Vormonat: 7.700) £P, Rundeisen zur Beontarmierung 8.250 (unverändert) £P und warmgewalzter Draht 8.350 (Vormonat: 8.300) £P. Für Wellblech werden pro Stück, je nach Länge (von 2m an), —.095 bis —.190 £P gezahlt. In Röhren dauert der heftige Wettbewerb der verschiedenen Exportländer an, die bisher noch keine neue Kartellbasis wiederfinden konnten. Im allgemeinen hält sich das palästinensische Eisengeschäft ungefähr im Vormonatsumfange. Nichteisenmetalle: Der fortschreitenden Erhöhung des Weltpreisniveaus für Kupfer, Messing, Blei, Zink usw., die aus der allgemeinen politischen Spannung und aus dem starken Aufrüstungsbedarf Europas, Amerikas und Japans resultiert, schließt sich der palästinensische Markt nur zögernd und widerstrebend an. Man kauft nur in vorsichtig bemessenen Quantitäten und wählt aus dem vielseitigen Angebot sorgsam die billigsten Offerten. Das bezieht sich sowohl auf Halbfabrikate als auch auf Armaturen. Man vermutet, daß bei einem Abflauen der internationalen Kriegspsychose auch die Metallpreise rasch wieder nachgeben würden, und man will sich daher nicht mit teuer eingekauften Lagerbeständen belasten, zumal da deren baldige Verwertung angesichts der heutigen Lage des Baumarktes etwas problematisch erscheint. Spekulative Operationen im internationalen Metallgeschäft werden heute von Palästina aus kaum unternommen, entsprechend der allgemeinen und insoweit gewiß erfreulichen Einschränkung der Spekulationsfreiheit durch die Kreditrestriktionen. Palästina-Gründungen im Oktober 1935* Von Dr* J* Adler, Tel Aviv. Die Gründungstätigkeit in Palästina übertraf im Oktober 1935, wenn man die Zahl der amtlich neu registrierten Firmen zugrunde legt, den Vormonat um 4.3%. Amtlich publizierte F i r m e n e i n t r a g u n g e n : September Oktober 1935 1935 Genossenschaften (Co-operative Societies)..... 20 29 Aktiengesellschaften (Companies)........ 18 16 Offene Handelsgesellschaften (Partnerships) .... 54 50 Kommanditgesellschaften (Limited Partnerships) ... — 1 Firmeneintragungen insgesamt ... 92 96 Von den neuen Genossenschaften des Berichtsmonats entfielen nicht weniger als 14 auf arabische Dorfspar- und Darlehenskassen (in vier Dörfern des Subdistrikts Safed, in drei des Subdistrikts Jenin, in je zwei der Subdistrikte Akko und Nazareth, in je einem Dorf der Subdistrikte Beisan, Hebron Und Tiberias). Unter den 15 jüdischen