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Palästina · 1935-11-01 · Heft 11 (November 1935) · p. Seite 599

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 11 (November 1935)
Article
Die Landverbindung Haifa-Prag, Wien
Date
1935-11-01
Page
Seite 599 (sequence 6)
Language
German
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daß die »Kontinent-Verbindung« nach Fixierung eines festen Fahrplanes trotz der zweifellos sehr hinderlichen Verschiedenheiten der Bahnspuren in der Türkei und in Syrien eine neue Etappe des Personen- und kleinen Handelsverkehrs zwischen dem nahen Osten, insbesondere Palästina und gewissen Teilen der alten Welt schaffen kann. Man denke, daß Vatikan und Peterskirche alljährlich Zentrum und Wallfahrtsort von zehntausenden Katholiken gewiß nicht allein, aber jedenfalls mit Hilfe schneller und oft Stärkstens verbilligter Bahnverbindungen geworden sind; weshalb sollte, da die Entfernungen dank der täglich fortschreitenden Technik, im Leben der Völker und zur Erreichung großer Ziele ihre elementare Bedeutung von einst mehr und mehr verlieren, nicht auch einmal das heilige Land und Jerusalem mit noch viel größerer Vergangenheit dazu berufen sein, Wallfahrtsziel für die gesamte gläubige Menschheit, insbesondere die Judenheit in der europäischen Diaspora zu werden. Einiges über Staubecken Von Dr. Ing. A* Werber, Ter Aviv. Palästina ist das einzige Land, wo über die Möglichkeit der Errichtung von Talsperren noch diskutiert wird, nicht nur seitens Geologen, sondern auch von Leuten, die sich im Lande als Hydrologen betätigen (wobei jeder, der einige Bohrungen durchgeführt oder beaufsichtigt hat, sich stolz als Hydrologe bezeichnet). Ich will daher im Zusammenhang mit der Entgegnung von Dr. Pircard (in Heft Nr. 7, vom Juli 1935 dieser Zeitschrift) einiges sagen. Es wird hauptsächlich der Karstcharakter des Landes vorgehalten, wodurch angeblich Verluste von Wasser durch Verlorengehen im Boden entstehen sollen und zweitens soll die hohe Temperatur so gewaltige Verdunstungsmengen erfordern, daß die Errichtung von Sperrwerken zweifelhaft wäre. Die Kritiker vergessen hiebei die Tatsache, daß die allermeisten orientalischen Sperren im Karst errichtet sind, ohne daß sich besonders auffällige Durchsickerungserscheinungen gezeigt haben. Es gibt sogar im Karst oder in Gebieten mit karstähnlichem Charakter eine große Anzahl natürlicher Seen, auch hier im Lande (Hule, Tiberias), und dem Hydrologen sind die periodischen Seen der Herzegowina bekannt, die sich während der Frühlingsregen in den verwildertsten und zerklüftetsten Karstpoljen bilden und bis tief in den Sommer hinein das Wasser (ohne jede künstliche Sperre) halten. (Popovo polje, Mostarsko polje, Duvansko blato usw.) Wie wenig das Sickerproblem bei der Anlage von Sperren entscheidend ist, möge aus folgendem Text aus dem Handbuch der Ingenieur-Wissenschaften, II. Teil, 2. Band, Seite 103, ersehen werden. »Verluste durch Versickern im Staubecken selbst werden im allgemeinen außer acht bleiben können, da die großen Talsperren in der Regel in Tälern mit felsigem Untergrund errichtet werden. Es sind ungewöhnliche Fälle, wenn durch Klüfte und unterirdische Adern großer Wasserverlust entsteht. An den Sperrmauern selbst ist bei sorgfältiger Ausführung eine fast volle Abdichtung zu erzielen.« Auch kann ich mir nicht versagen eine zweite Autorität: Ziegler (Talsperren, Seite 97) zu Worte kommen zu lassen: »Die Anforderungen an die geologischen Eigenschaften des Staubeckens selbst, wenn nur das Abschlußwerk dicht ist, sind viel geringer. In der Tat gibt es wohl kein solches, welches nicht einer vielfach gesprungenen, gekitteten, geflickten und umstrickten Wanne zu vergleichen wäre. Eine Ver-

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