Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 11 (November 1935)
- Article
- Die Landverbindung Haifa-Prag, Wien
- Date
- 1935-11-01
- Page
- Seite 595 (sequence 2)
- Language
- German
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Den Nutzen daraus ziehen die Schiffsgesellschaften, deren Dampfer so selbst in den Sommermonaten auf der Ausfahrt mit den »Tijulisten« (Ausflüglern), auf der Heimfahrt mit Immigranten und Touristen besetzt werden. Da ergibt sich eigentlich von selber die Frage, ob nicht die Zeit allmählich dafür reif wird, daß die Bahnen an diesem Geschäft teilnehmen, um so eher, da doch, wie aus den politischen Ereignissen dieses Sommers hervorgeht, Störungen des Schiffahrtsweges im Mittelmeer gar nicht im Bereich der Unmöglichkeit liegen; dann aber könnte der Schienenverbindung einmal eine große Rolle zufallen. Tatsächlich besteht sie schon heute in der gesamten Länge; und schon einmal hieß es, daß die »Blau-Weiß«-Züge in diesem Frühjahr verkehren würden, ohne daß die Pläne in die Tat umgesetzt wurden. Die Landverbindung ist keineswegs übermäßig lang. Die Route Haifa-—Prag (Wien) wird ziemlich genau durch Stambul, wo Europa und Asien zusammentreffen, und wo immer Station gemacht wird, in zwei Hälften von etwa je 1600 km geteilt. Diese Entfernung entspricht ungefähr der Strecke Kopenhagen—Rom, oder Wien—Madrid und ist nur wenig länger als Warschau—Paris; diese Reisestrecken hin und zurück, das heißt also im ganzen die Strecke Haifa—Wien, sind nach den Begriffen europäischer Reisender nicht etwa anormal. Die kleine Landskizze sowie die folgende Zeit- und Stationstafel, in welcher mit Ausnahme der Startorte Haifa, bzw. Prag, Wien, stets die Zeiten der Ankunft in einer Station durch V(ormittag), das heißt zwischen 0° und 12° oder N(achmittag), das heißt zwischen 12° und 24° gekennzeichnet ist, möge dabei als Erläuterung dienen.