Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 11 (November 1935)
- Article
- Die jüdische Tätigkeit in Palästina und ihr Einfluss auf das arabische Wirtschaftsleben
- Date
- 1935-11-01
- Page
- Seite 575 (sequence 11)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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der Anteil der Regierung und öffentlicher Stellen an der Baubewegung recht hoch ist, aber auch hier folgt die nichtjüdische Baubewegung der jüdischen. Bauerlaubnisse in Jaffa Bauwert in £P 1925 .......... 574 150.000 1927 ... .'...... 333 50.000 1929 .'.......... 215 39.900 1932 . '......... 433 101.500 1933 .......... 699 248.600 1934 .......... 748 841.000 Daß die Steigerung der Ansprüche an Ausführung und Ausstattung der Bauten sich nicht allein auf die eingewanderte Bevölkerungsschicht beschränkt, zeigen die Bemerkungen im Bericht des Health Departments (1933), in dem es heißt: »Der Hausbau entwickelte sich rasch und die Hausty^en waren von hohem Standard, gut in Anlage und Bau, richtig ventiliert und mit erstklassigen Bade- und sanitären Einrichtungen versehen. Der Araber verlangt einen ebenso hohen Standard für die sanitären Einrichtungen, wie der Jude, Plan- und Steinbau sind für das Klima besser geeignet als manche von den etwas ultramodernen Bauplänen und der Zementausführung, wie sie bei den Juden bevorzugt werden.« Arabische Landwirtschaft. Die arabische Bevölkerung findet ihre Existenz zum überwiegenden Teil in der Landwirtschaft. Die Landwirtschaft gehört überall zu den Existenzquellen, die gegenüber Neuerungen jeder Art das stärkste Beharrungsvermögen zeigen. Hinzu kommt speziell in Palästina, daß der Fellache aus Gründen, die hier nicht weiter zu verfolgen sind, einem Traditionalismus ergeben ist, der allen Reformen erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Trotz alledem ist auch in der arabischen Landwirtschaft Palästinas eine Transformation im Gange, die zur Zeit sich erst in schwachen Umrissen abhebt, in absehbarer Zeit jedoch zu einer großen Wandlung der bestehenden Produktionsgrundlagen führen wird. Diese Wandlung ist qualitativ und quantitativ zu beobachten. Schon jetzt wird mehr und mehr deutlich, daß in all den Gebieten, in denen ein enger Konnex mit der jüdischen Aufbauarbeit besteht, die Wirtschaft des Fellachen ihren »geschlossenen« Charakter verliert und in zunehmendem Umfang sich auf die Produktion von Erzeugnissen für den Absatz auf den nahen städtischen Märkten einstellt. Durch die große jüdische Einwanderung ist der Bedarf an Gemüsen, Geflügel, Eiern, Milch- und Fleischprodukten außerordentlich gestiegen. Obwohl auch alle jüdischen Siedlungenihre Erzeugung von Monat zu Monat steigern, gelingt es nicht im entferntesten, der Nachfrage gerecht zu werden. Neben der starken Einfuhr dieser Produkte aus den Nachbarländern sind in den letzten Jahren neue landwirtschaftliche Produktionszentren für die Produktion der genannten Artikel in den arabischen Dörfern um Tel-Aviv, Haifa und Jerusalem entstanden. Die Wohlstandssteigerung ist für jeden, der diese Dörfer früher kannte und sie mit ihrem jetzigen Zustand vergleicht, offensichtlich. Eine ihrer bedeutsamsten Wirkungen ist die zunehmende Abneigung arabischer Bodenbesitzer dieser Gegenden, ländlichen Boden an Juden zu verkaufen, da die eigene Bewirtschaftung der Böden sich günstiger erweist als ein Verkauf selbst zu den gegenwärtig üblichen hohen Preisen. Die Intensivierung der arabischen Landwirtschaft, die in diesen Bezirken so sichtbar vor sich geht, beschränkt sich aber keineswegs allein auf die obengenannten Nebenzweige. Der Umfang der neugepflanzten Orangengärten entspricht mit etwa 25.000 bis 30.000 Dunam pro Jahr im Jahre 1935 den jüdischen Neupflanzungen. Die gesamte mit