Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 11 (November 1935)
- Article
- Die jüdische Tätigkeit in Palästina und ihr Einfluss auf das arabische Wirtschaftsleben
- Date
- 1935-11-01
- Page
- Seite 573 (sequence 9)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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Nach dem Krieg, Vor dem Krieg bis 1929 Zahl Kapital £P Zahl Kapital £P Übertrag . . . 877 466.787 1110 569.862 7 21.595 13 11.000 24 3.682 26 1.485 56 16.678 147 14.339 49 34.183 61 13.103 9 290 12 603 XIII. Elektrizität........ . . — — 4 2.800 Zusammen . . 1.622 543.015 1.373 613.192 Auch diese Gegenüberstellung zeigt den großen Anteil» den die nichtjüdische Bevölkerung an der industriellen und gewerblichen Entwicklung in der ersten Zeit nach dem Kriege genommen hat. In den letzten Jahren zeigt sich speziell in Haifa und Jaffa eine zunehmende Gründungstätigkeit industrieller und gewerblicher Betriebe seitens der arabischen Bevölkerung. So gibt es neue Fabriken für die Herstellung von Draht, Zementröhren, Fußbodenplatten, arabische Beteiligungen an der Erschließung von Bodenschätzen sowie im allgemeinen eine beträchtliche Umsatzsteigerung bei den arabischen Gewerbetreibenden in allen größeren Städten des Landes. Auch der Handel hat an dieser Bewegung teilgenommen, wenn auch inzwischen die jüdischen Handelsunternehmungen sich zahlen- und umsatzmäßig weit mehr entfalten konnten. Die nachfolgenden Ziffern über die Neugründungen von arabischen Unternehmungen, die aus dem amtlichen Firmenregister gewonnen sind, zeigen jedoch auch für die letzten Jahre eine sehr starke Steigerung der arabischen Unternehmungslust, die mit dem Aufschwung des Landes parallel geht. Eintragungen arabischer Unternehmungen ins Handelsregister: 1931 1932 1933 1934 Offene Handelsgesellschaften..... 31 35 42 52 Aktiengesellschaften........—- 2 7 13 Genossenschaften.........— 2 6 25 Das offizielle Organ der Regierung für kommerzielle Informationen veröffentlicht von Zeit zu. Zeit eine Liste der wichtigeren Importeure des Landes. Nach dieser Aufstellung gab es im Jahre 1929 285 arabische Importeure; im Jahre 1933 ist ihre Zahl auf 312, das ist um 11% gestiegen, die Zahl der Exporteure stieg von 280 auf 301, also um 12%. Einen besonders bemerkenswerten Beitrag zur Frage der arabischen Beteiligung an der Baubewegung liefert eine Analyse der Bautätigkeit in Haifa unter dem Gesichtspunkte des Anteiles der verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Haifa ist eine arabisch-jüdische Stadt, in der sich die jüdische Aktivität in den letzten Jahren jeweils besonders stark ausgewirkt hat. Die nachfolgenden Ziffern zeigen nun deutlich, wie die arabische Baubewegung in dieser Stadt in unmittelbarem Zusammenhang mit der jüdischen Einwanderung steigt und fällt (als arabische Baubewegung ist hier die Tätigkeit der mohammedanischen und christlichen Bevölkerungsteile verstanden). Die Jahre, die Tiefpunkte der jüdischen Einwanderung waren, wie 1921, 1924, 1928, waren auch Tiefpunkte der arabischen Baubewegung. Die Jahre 1925 und 1926 haben ebenso wie die letzten Jahre eine gewältige Verstärkung der arabischen Baubewegung gebracht. Da die Bautätigkeit eine der wichtigsten Grundlagen für die künftige Einkommensbildung darstellt, ist das Beispiel von Haifa besonders symptomatisch für den Zusammenhang zwischen der jüdischen Arbeit und dem arabischen Wohlstand.