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Palästina · 1935-10-01 · Heft 10 (Oktober 1935) · p. Seite 541

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 10 (Oktober 1935)
Article
Das Wirtschaftsbarometer: August/September 1935
Date
1935-10-01
Page
Seite 541 (sequence 5)
Language
German
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bauten wird vorläufig großenteils noch abgewartet, wie sich die politische Situation im ~| Orient weiterhin entwickeln wird. Bei einer tatsächlichen Entspannung würde vermutlich auch der Baumarkt sich sehr rasch wieder beleben. Zement ist aus dem Ausland, insbesondere Jugoslawien, England und Deutschland (Transferware), sehr reichlich angeboten und notiert pro Tonne loko 2,600 £P; die einheimische »Neschen- Provenienz fordert 2.720 £P. In Baukeramik kommen deutsche Kacheln (Transferware) schon zu 550 Mils pro 100 Stück auf den Markt, während tschechoslowakische und ungarische Kacheln etwa 670 Mils fordern. Eisen. Die Umsätze sind, der gegenwärtigen allgemeinen Situation entsprechend, ziemlich schwach. Die Preise haben sich gemäß der internationalen Tendenz erhöht, und zwar pro Tonne loko, Träger von 7,400 auf 7,700 £P, Rundeisen (zur Betonarmierung) von 7,950 auf 8.250 £P und warmgewalzter Draht von 8 auf 8,300 £, während Wellblech unverändert erscheint. Im Röhrengeschäft setzt sich der scharfe Preiskampf zwischen den Exportländern fort, da eine Wiederbelebung des internationalen Kartells zunächst wohl unwahrscheinlich ist. Nichteisenmetalle. Bei anziehenden internationalen Metallpreisen ist der palästinensische Import von Metallhalbfabrikaten (Platten, Bleche, Drähte, Röhren usw.) und von Armaturen bis jetzt sehr lebhaft gewesen, doch haben in allerletzter Zeit die Krediteinschränkungen sich etwas fühlbar gemacht und Händler und Verarbeiter zu verringerter Lagerhaltung gezwungen. Das Geschäft in sanitärem Installationsbedarf ist noch unverändert flott, da es ja mit dem Abschlußstadium der Bautätigkeit zu tun hat und daher von einer Verminderung der Baulust erst in relativ spätem Zeitpunkt betroffen werden kann. Ob ein Kriegsausbruch in Nordostafrika etwa der noch jungen und kleinen Metallverarbeitungsindustrie Palästinas eine Chance für Kriegslieferungen geben könnte, ist vorläufig nur Gegenstand mäßiger Konjekturen —- während es anderseits, wie hiezu am Rande bemerkt sei, Tatsache ist, daß palästinensisches B r o m s a 1 z (aus dem Toten Meer gewonnen) gegenwärtig eine Exporthochkonjunktur erlebt, die die Werke der Palestine Petash Company zur Einführung des ununterbrochenen 24-Stunden-Arbeitstages genötigt hat. Palästina-Gründungen im August und September 1935* Von Dr. J* Adler, Tel Aviv. An der Zahl der amtlich neu registrierten Firmen gemessen, übertraf die Gründungstätigkeit in Palästina im August 1935 den Vormonat um 6.7%; im September trat gegenüber dem August ein Rückgang um 17.9% ein, was zweifellos auch als ein Symptom der durch die weltpolitischen Vorgänge bewirkten Wirtschaftsstockung anzusehen ist. Amtlich publizierte Firmen-Eintragungen: Im Juli Im August Im September ■ 1935: 1935: . 1935: Genossenschaften (»Co-operative Societies«): 22 11 20 Aktiengesellschaften (»Companies«): 12 35 18 Offene Handelsgesellschaften (»Partnerships«): 71 65 54 Kommanditgesellschaften (»Limited Partnerships«): — 1 — Firmen-Eintragungen insgesamt: 105 112 92 Unter den neuen Genossenschaften trat nach längerer Pause wieder auch einmal das arabische Element hervor; bekanntlich ist die britische Mandatsverwaltung sehr darum bemüht, den Gedanken der Kreditkooperative bei den Fellachen, zumal der armen Gebirgsdörfer, zu popularisieren, um sie aus den Wuchererhänden geldverleihen-

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