Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1935)
- Article
- Bericht der Abteilung für landwirtschaftliche Kolonisation der Jewish Agency
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 530 (sequence 3)
- Language
- German
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g €J Q Der Verbrauch des Jischuw wird mit 75—80 Millionen Eiern berechnet, wovon noch nicht ein Fünftel in jüdischen Siedlungen erzeugt wird. Im Jahre 1934 wurden 57 Millionen Eier importiert. Der Gemüsebau macht rasche Fortschritte. Angebaut waren 5692: 1100, 5694: 2800 Dunam. Es bleibt jedoch nur ein geringer Überschuß für den Verkauf. Die Tnuvah wird schätzungsweise im Jahre 5694 um £ 25.000.— Gemüse verkauft haben, 5695 wird dies auf das Doppelte steigen. In der Auswahl und Züchtung geeigneter Sorten hat die Versuchsstation Hervorragendes geleistet. Im Obstbau ist Agr. Ettinger in der Nachkriegskolonisation führend vorangegangen, besonders in der Tafeltraubenzucht sind große Erfolge erzielt worden; auch die Obstzucht im Gebirge hat sich bewährt. In den KH-Siedlungen hatte der Pflanzungsbau 5694 folgenden Umfang: Orangen «gape- Bananen Judäa und Scharon 1267 112 240 — — 48 1667 Emek Jesreel ... 46 1027 2161 324 1 915 4474 Jordantal .... 5 335 97 22 93 4 556 1318 1474 2498 346 94 967 6697 Der Feldbau hat eine hohe Stufe erreicht. In den meisten Wirtschaften wirft er Gewinn ab, die mitunter beträchtlich sind. Auch der bewässerte Futterbau macht Fortschritte. Wie sehr sich die Produktion der gemischten Wirtschaft gehoben hat, zeigt die Zunahme der durch die »Tnuvah« verkauften Erzeugnisse: Verkauft Wert in £P 5691 ,................ 146.186 2 ,................ 176.727 3 ,................ 209.913 4 ,................ 290.360 Naturgemäß kann nur auf den Markt gebracht werden, was über den Eigenverbrauch produziert wird Mit Stolz kann der Bericht nach Abschluß der Konsolidierung der Siedlungen und dem Aufhören der Defizite darauf hinweisen, daß das gewaltige Werk der jüdischen Kolonisation durch die zionistische Organisation, aus eigener Kraft und mit den. Mitteln des Volkes durchgeführt, trotz der ungeheuren Schwierigkeiten, die zu besiegen waren, in verhältnismäßig kurzer Zeit Erfolge aufzuweisen hat, die keinen Vergleich mit anderen kolonisatorischen Leistungen zu scheuen haben. Tozereth Haarez Die Bewegung »Tozereth Haarez«, d. h. »Kaufe in Palästina erzeugte Waren«, gewinnt im Lande eine immer stärkere Durchschlagskraft. Die »Hitachduth Olej Germania« (H. O. G., Vereinigung der Einwanderer aus Deutschland) hat zwei der letzten Nummern ihres Mitteilungsblattes 1 dieser Parole gewidmet, in denen ihre Bedeutung für den Aufbau von Sachkundigen erörtert wird. Wir geben einiges aus dem reichen Inhalt wieder. Fritz Naftali, der aus seiner früheren Tätigkeit als volkswirtschaftlicher Redakteur und Schriftsteller in Deutschland bekannte Fachmann, der seit einiger Zeit am 1 Dieses »Mitteilungsblatt«, über das wir schon öfter referiert haben, erscheint zweimal monatlich deutsch-hebräisch. Bezugsadresse: Tel Aviv, POB 914.