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Palästina · 1935-10-01 · Heft 10 (Oktober 1935) · p. Seite 529

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 10 (Oktober 1935)
Article
Bericht der Abteilung für landwirtschaftliche Kolonisation der Jewish Agency
Date
1935-10-01
Page
Seite 529 (sequence 2)
Language
German
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Die Arbeiterbank hat 1934 an bestehende Siedlungen £ 92.000.—, für Neusiedlung £ 60.000.— geliehen, die Zentralbank der Kooperative (Stand vom März 1935) lieh £ 61.000.— an landwirschaftliche Kooperativen, »Nir« leistete Ansiedlungshilfe durch Gewährung 7%iger Darlehen. Die älteren Siedlungen sind, wie bekannt, konsolidiert worden, wobei die Verträge für den KH verbessert wurden. Insbesondere wurde stipuliert, daß die Rückzahlungen bereits im Jahre 1936 beginnen sollen und die Möglichkeit, neue Verpflichtungen ohne Zustimmung des KH einzugehen, wurde begrenzt. Von den investierten Beträgen, die zu einer Zeit hoher Preise aufgewendet werden mußten, sind durch die Verträge sichergestellt: 60% bei Kwuzoth, 64.3% bei Moschawim und 88.8% bei den teilweise ausgestatteten Moschawim. Aus Mitteln des KH wurden gegründet: 20 Kwuzoth mit 3568 Seelen, 16 Moschawim mit 3331 Seelen, unterstützt: 16 Siedlungen mit 4207 Seelen. Aufgewendet wurden zur Gründung rund 1.1 Mill. £, zur Unterstützung £ 86.000.—. Eine Reihe von Tabellen über die Gestion der Kwuzoth zeigen, wie sehr sich seit 5690 die Ertragsverhältnisse gebessert haben. Während aus der eigenen Wirtschaft (abgesehen von Außenarbeit) im Jahre 5690 nur drei, 5691 nur zwei Kwuzoth Gewinne, die anderen Verluste aufwiesen, zeigen 5694 alle Kwuzoth, mit Ausnahme von Kinereth, Gewinn; Kinereth hatte £ 93.— Verlust, wogegen es an Außenarbeit £ 348.— einnahm. Die schon vom 18. Kongreß beschlossene Gründung der Kolonisationsgesellschaft wird jetzt durchgeführt. Diese übernimmt die Aktiva des KH und führt die weitere Ansiedlungstätigkeit durch mit Hilfe des Budgets und fremder Gelder (Kredite, Ausgabe von Aktien, Anleihen usw.). Zirka 1580 Familien, die bereits auf ihrem Boden sitzen, warten auf Ansiedlung. Der Kongreß beschloß, diese durchzuführen. Der Wirtschaftstype bei Bewässerung ist ungefähr 15—18 Dunam, und zwar 3 für Gebäude, 7 leichter, Rest schwerer Boden sind, davon 10 Dunam bewässert. Jeder Siedler hat mindestens £ 100.— Eigenmittel zu investieren, indes maximal £ 375.— als Kredit auf 20 Jahre zu 4% gegeben werden mit steigender Tilgungsquote. Die bekannten durch Kredite JCA gegründeten Wassergesellschaften »Gilboa« und »Emek« haben ihre Tätigkeit aufgenommen. Erstere lieh £P 10.000.— zur Ausführung des Bewässerungsplanes im westlichen Nuris, die letztere hat £P 33.455.— an 15 Siedlungen geliehen. Der Bericht schildert sodann ausführlich die Tätigkeit der Versuchsstation und die großen Fortschritte der Landwirtschaftszweige. Der Milchviehbestand in 34 Siedlungen betrug 4469 Stück im Gesamtwert von £ 124.349.—. Die mittleren Erträge waren in 20 Kwuzoth 3993, in 14 Moschawim 2940 Liter per Jahr. Bei letzteren ist mangels Bewässerung der Grünfuttermangel noch groß. Rekordleistungen bis 9000 Liter sind zu verzeichnen. In Bezug auf die Versorgung der Städte durch jüdische Milchlieferung sagt der Bericht: Im Jahre 5694 wurden Milch und Milchprodukte durch die »Tnuvah« in den drei Städten Jerusalem, Tel Aviv und Haifa in der Menge von 36 Liter per Kopf der jüdischen Bevölkerung verkauft, von anderen Produzenten 23 und aus dem Ausland 125—140 importiert. Die Schafzucht nimmt einen steten Aufschwung, ebenso und besonders die Geflügelzucht. In den Siedlungen gibt es rund 100.000 Legehühner, doch hat erst in einem Teile der Farmen die Geflügelwirtschaft die Stufe der Rentabilität erreicht.

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