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Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 473

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Rechtsleben. Von Dr. Moritz Bileski, Haifa.
Date
1935-08-01
Page
Seite 473 (sequence 3)
Language
German
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einer registrierungspflichtigen, aber nicht registrierten Firma handelnde Kaufmann der Gefahr ausgesetzt, daß er keinerlei Rechte aus Verträgen geltend machen kann, die unter einer solchen Firma abgeschlossen sind. Eine Vorschrift gegen den Gebrauch schon registrierter Firmen ist in dem Gesetz nicht enthalten. Aus der Rechtsprechung ist ein vom Obersten Gericht bestätigtes Urteil zu erwähnen, das die Tätigkeit der sogenannten Petition-writers (Rechtskonsulenten), die insbesondere in Grundbuchangelegenheiten in erheblichem Maße tätig waren, sehr stark einschränkt. Sie dürfen jetzt lediglich Eingaben an die Grundbuchämter einreichen, dürfen aber nicht mehr solche Eingaben und die damit in Zusammenhang stehenden Verträge entwerfen. Diese Tätigkeit ist vielmehr den Advokaten vorbehalten. WIRTSCHAFT. Das Wirtschafts-Barometer: Juli 1935. Monatsbericht über den Palästina-Markt. Von Dr. J* Adler, Tel-Aviv. Geld- und Kapitalmarkt: Der palästinensische Geldumlauf ist auch am 1. Juli 1935 mit 5,541.228 £P auf dem Stande der beiden Vormonate verblieben, während er im Vorjahr von 4,129.664 £P am 1. Juni auf 4,219.664 am 1. Juli gestiegen ist. Mit anderen Worten: die Sommerpause des Geschäftslebens prägt sich diesmal besonders deutlich aus, was wir auch noch durch andere Symptome bestätigt finden werden. Recht empfindlich reagiert darauf ^~ im Gegensatze zur, wenn auch nicht lebhaften, so doch stetigen Tendenz des normalen Marktes für Zinshäuser und baureife Grundstücke <— die Bodenspekulation, die für ihre straßen- und siedlungsfernen und oft noch nicht rechtsgültig erworbenen Objekte längst auf die Phantasiepreise der Wintermonate hat verzichten müssen, wenn sie heute überhaupt Abnehmer dafür findet. So bahnt sich eine längst notwendige Reinigung an, die absolut nichts mit einer »Krise« zu schaffen hat. Falls in Zukunft richtig angewendet, bedeutet es ein starkes Stabilitätselement, das der Palästina-Regierung, die erst am 18. Juli ihren Finanzabschluß für 1934/35 mit 5,452.663 £P Gesamteinnahmen und 3,230.010 £P Gesamtausgaben publiziert hat, dank des daraus resultierenden Überschusses von 2,222.653 £P zuzüglich der Überschüsse früherer Jahre gegenwärtig ein Gesamtreservefonds von 4,733.555 £P zur Verfügung steht, wovon dem Vernehmen nach nunmehr ein Teil für öffentliche Arbeiten eingesetzt werden soll. Weiterhin sei berichtet, daß nach Tel-Aviver Vorbild jetzt auch Jerusalem und Haifa den Abschluß von Stadtanleihen zwecks Finanzierung öffentlicher Arbeiten planen, und zwar in Höhe von je 500.000 £P. Auch die jüdischen Kolonisationsinstanzen beabsichtigen neue große Investierungen, die sich unmittelbar in Beschäftigung für die Bauwirtschaft, die technische Industrie und das Transportgewerbe Palästinas umsetzen werden. Die Jewish Agency will sich vom kommenden Zionistenkongreß ein Programm für neue landwirtschaftliche Siedlungen im Betrage von 170.000 £P genehmigen lassen, der Waad Leumi plant aus Anleihemitteln ein Schulbauprogramm von 130.000 £P und die »Nir Ltd.«, die Dachgesellschaft der Landarbeitersiedlungen, wie auch die »PLDC« bereiten Vorzugsaktien-Emissionen von je 75.000 £P vor. Man erwartet, daß von all den neuen kommunalen und gemeinnützigprivaten Wertpapieren auch der einheimische Markt einen erheblichen Prozentsatz aufnehmen wird zwecks Anlage der durch Auflösung spekulativer Boden-Engagements freigewordenen Kapitalien. Von Industriepapieren begegnen »Palestine Electric (Rutenberg)« nach wie vor dem stärksten Interesse. Im Ganzen ergibt sich der sichere Eindruck, daß das Wirtscharts- und Arbeitsleben Palästinas heute bereits hinreichend fest

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