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Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 465

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Landstrasse oder Schienenstrang?
Date
1935-08-01
Page
Seite 465 (sequence 4)
Language
German
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I und auch hiedurch erscheinen die Bahnprojekte durchaus realisierungsreif: Die großen Orangenmassen bedürfen zur Beförderung naher Stationen und bereiter Güterwagen. Daß später nach Festigung und bei Expansionsdrang der neugegründeten Industrien nördlich und südlich von Tel-Aviv die Bahnen im Interesse dieser Industrien ersprießliche Dienste leisten können, sei nebenbei bemerkt. So erscheinen die geplanten Linien, selbst unter Innehaltung der engen Grenzen, die den kostspieligen Bau eines Schienenweges in kommerzieller Hinsicht heute noch rechtfertigen können <— Betrachtungen anderer Art, insbesondere ethnischer und strategischer Art blieben selbstverständlich unerörtert — durchaus motiviert, und es ist nur zu wünschen, daß dem Projekt im Interesse des Aufbaus des Landes auch die Tat folgt. Das palästinensische Kali in der internationalen Kaliwirtschaft Von Dr. Wilhelm Lecker, Haifa. Die Verhältnisse in der internationalen Kaliwirtschaft haben sich in den letzten Jahrzehnten entscheidend gewandelt. Deutschland hatte vor dem Kriege eine über" ragende Monopolstellung auf dem Kalimarkt durch seine mitteldeutschen Kalilager inne. Es konnte diesen Erdschätzen späterhin auch im Elsaß und Baden neue Kaliabraumfelder hinzufügen. Fast der ganze Weltbedarf an Kali wurde von der deutschen Kaliindustrie gedeckt. Nach dem Kriege änderte sich das Bild. Elsaß wurde an Frankreich abgetreten. Die Kaliproduktion im Elsaß stieg unter der französischen Verwaltung, und größere Mengen elsässischen Kalis kamen auf den Markt. Die deutsche Kaliindustrie sah sich genötigt, mit der französischen Industrie zu verhandeln. Es kam zu einer für Frankreich sehr günstigen Verständigung. Im März 1932 trat auch Polen, dessen Kaliproduktion sich in den letzten Jahren gut entwickelt hatte, dem deutschfranzösischen Abkommen bei. Seit zwei Jahren erlangte die spanische Produktion eine gewisse Bedeutung. Wie verlautet, soll jetzt auch mit diesem Produzenten ein Abkommen abgeschlossen worden sein —- eine offizielle Bestätigung fehlt aber bisher —, und zwar wieder unter Bedingungen, die für Spanien besonders günstig sind. Der neueste Stand der Ereignisse ist nun der, daß das deutsch-französisch-polnische Kartell mit Rußland verhandelt, um auch mit diesem in der letzten Zeit auf dem Weltmarkt hervorgetretenen Kaliproduzenten zu einer Einigung zu kommen. Nachstehende Statistiken der Kali-Weltproduktion sind sehr aufschlußreich. Produktion in 1000 Tonnen K 20 : 1929 1931 1932 1933/342 Deutschland i........ 1483 941 787 1050 Frankreich......... 492 369 321 342 Spanien.......... 23 28 55 100 Polen........... 35 30 33 35 Rußland •......... ~ - 13 34» Palästina.........— — 4 7.5 ILS.A........... 56 58 56 135 Verschiedene Länder.....— — — 7 _ Insgesamt . . .2118 1457 1280 1710.5 1 1929^-1932 handelsfertige Salze, 1932 vorläufige amtliche Zahl. 2 »Die chemische Industrie«, 9. Juni 1934. 3 Nach russischen Angaben.

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