Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1935)
- Article
- Die Ansiedlung auf Emek-Chefer
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 430 (sequence 3)
- Language
- German
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unter Ausnutzung der günstigen Wasserverhältnisse. Im Emek Israel wird in der Hauptsache Futterbau betrieben, der eine dichte landwirtschaftliche Bevölkerung nicht zuläßt, während im Emek-Chefer alle die Produkte angebaut werden können, die für subtropisches Klima geeignet sind. Der Boden ist in seiner Qualität verschieden und nach drei Arten verteilt: Hügelplateaus für Wohnsiedlungen und Wirtschaftsgebäude; leichter Boden für Pflanzungen; schwerer Boden für Futtermittel- und Gemüseanbau. Das Klima, die Qualität des Bodens und die Wasser menge, die für Bewässerung zur Verfügung steht, — geben die Sicherheit, daß die landwirtschaftlichen Gewächse hier vorzüglich gedeihen. So ist es kein Wunder, daß sehr viele Leute aus den verschiedensten Kreisen Palästinas und dem Auslande kamen, mit dem Anspruch, auf diesem neuen Gebiete angesiedelt zu werden. Außer den alteingesessenen Siedlungskandidaten — Arbeiterverbindungen (Irgunim) und Kollektive (Kibbuzim) —, die lange Jahre auf eine Gelegenheit gewartet hatten, um angesiedelt zu werden, sind auch Kandidaten aus Mittelstandskreisen in Palästina und der Galuth gekommen, die eine Möglichkeit erstrebten, für sich und ihre Familie eine landwirtschaftliche Wirtschaft einzurichten. Bei der Verteilung der Fläche herrschte der Wille vor, den verschiedenartigen Forderungen entgegenzukommen und zugleich alle Siedlungsanwärter unter einem einheitlichen Plane einzuordnen. Dieser Versuch, der als gelungen zu betrachten ist, bedeutet einen wichtigen Schritt vorwärts. Von der Fläche des Emek-Chefer, die brutto 30.800 Dunam ausmacht, blieben nach Abzug der Dünen, der Wege und einer gewissen Reserve im Ausmaße von 6280 Dunam netto 24.450 Dunam, die wie folgt verteilt wurden: Für Kreise der Histadruth (allgem. Arbeiterorganisation) (Irgun Witkin, Kfar Chaim, Irgun intensivi Chederah, Poale Pardess Gdud): im ganzen 327 Familien auf eine Fläche von 6320 Dunam. Für Kibbuzim (Ain-Hachoresch, Givath-Chaim, Kwuzath Mischmar, Haschomer Hazair): 160 Familien auf 3160 Dunam. Für verschiedene andere Arbeiterverbindungen (ehemalige Legionäre, Hapoel Hamisrachi, Jemeniten, Schchunath Brandeis): im ganzen 260 Familien auf 4460 Dunam. Für Kreise aus dem Auslande, die ihre Ansiedlung durch »Jachin« besorgen lassen (Cheruth Beth, Amerika; Cooperative »Litha«, Litauen; Cooperative »Pardess«, Polen; Cheruth Gimmel', Amerika: deutsche Juden): im ganzen 264 Familien auf einer Fläche von 5100 Dunam. — Die Kolonisten stammen aus Amerika, Polen, Litauen, Rumänien, Deutschland, Rußland und Palästina. Für Mittelstandsverbindungen im Lande (Zionim Klaliim; Merkas Zione Russia; »Hagoel«, der sich aus kleinen Handelsleuten zusammensetzt; Irgun »El-Hakfar«; Bnei Benjamin; Misrachi; Bodedim Einzelne): im ganzen 312 Familien auf 5770 Dunam.