Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1935)
- Article
- Die Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft in Palästina und ihr gegenwärtiger Stand
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 410 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379926-2379935-2405386--20812-2405651- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
410 Zeitabschnitt: 1920 1927 1934 Metrische Dunam Mandeln und Oliven..... 43.325 26.990 13.500 13 540 19.995 25.000 Pardeß (Zitrus)....... 11.290 16.625 140.000 930 2.155 3.000 Summe . . . 69.085 65.785 181.500 17Q025 268.650 421.000 Wälder1......... 4 150 7.405 9.500 Wir entnehmen daraus ein Anwachsen der Pflanzungen im allgemeinen und all ihrer Zweige im besonderen, ausgenommen Oliven und den Rückgang bei Mandeln. An ihre Stelle treten Zitruspflanzungen. Von den Weingärten wurden zwar viele ausgerissen^ an ihre Stelle treten aber in der Siedlung des Emek neue Weingärten, die Tafeltrauben produzieren, so daß auch dieser Zweig der Pflanzungswirtschaft einen Aufstieg aufweist. Eine beträchtliche Steigerung zeigt auch der Körnerbau. Gegenüber der Vielfältigkeit der Landwirtschaft im allgemeinen herrscht allerdings Einseitigkeit in den meisten Wirtschaften: der Privaten: der Pardeßbesitzer befaßt sich nicht mit Weinbau, der Weinbauer nicht mit Getreide und umgekehrt. So war der Zustand bis zur letzten Periode in allen Bezirken des Landes und so dauert er noch in Judäa und Schomron (Samaria) bei den meisten Pardeßbesitzern an und in beiden Galiläa bei den Getreidebauern. Anders steht es in den Tälern Jesreel, Jordan und Sebulun. Der Gedanke der gemischten Wirtschaft wurde zum ersten Male in jenen Siedlungen verwirklicht, die auf KKL-Boden durch den KH errichtet wurden und hernach erfaßte er auch die neuen 'Wirtschaften, die in Judäa und Scharon gegründet wurden, auch diese auf KKL-Boden. Hier wie dort gibt es einen Wirtschaftszweig, auf dem die Wirtschaft basiert: In den Wirtschaften der Niederungen ist es der Getreidebau, aber nicht in der primitiven Form, wie er immer noch von den Bauern des Galil betrieben wird, sondern der vervollkommnete, mit rationellem Fruchtwechsel, der mit Rinder- und Geflügelzucht organisch verbunden ist. Diese beiden Wirtschaftszweige, die in den oben angeführten Siedlungen in den letzten zehn Jahren eingeführt wurden, hoben den "Wert des Getreidebaues dadurch, daß ein großer Teil seiner Produkte für die Kuh- und Geflügelzucht verwendet wird, deren Erzeugnisse gesuchte und gut bezahlte Artikel auf dem inneren Markte sind. Die Felderwirtschaft verzweigte sich also und außerdem wurde in den Wirtschaften Wein- und Gemüsebau eingeführt, Tafeltrauben, verschiedene Gemüse und Hühnerzucht. Die europäischen Früchte, wie Äpfel, Pflaumen, Pfirsiche usw., welche in den: letzten Jahren auf dem Markt erschienen sind, kommen aus diesen Wirtschaften. Und ebenso steht es in den meisten Siedlungen von Judäa und Scharon; wenn dort Die Wälder des KKL und der Pica sind darin nicht inbegriffen.