Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1935)
- Article
- Die Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft in Palästina und ihr gegenwärtiger Stand
- Date
- 1935-08-01
- Page
- Seite 408 (sequence 7)
- Language
- German
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mäßigen Mitteln, deren Ziel es ist, eine Pflanzung für sich selbst anzulegen. Zu ihnen zähle man Gan Rachel, Gan Rawe, Kalmania u. a. Beim Bodenerwerb wurden diese Gesellschaften wesentlich von der PLDC. unterstützt, die für sie den Bodenkauf durchführte. 2. Durch Siedlungsgesellschaften. Diese kaufen den Boden und richten die wichtigsten Wirtschaftszweige * auf eigene Rechnung ein, verkaufen danach die Wirtschaft an Einzelne oder Gruppen. Die Pica ist die wichtigste dieser Gesellschaften und erfüllt diese Aufgabe in weitestem Maßstabe. Nach ihr kommen einige andere Gesellschaften mit verschiedenen Gründungen in den letzten zehn Jahren, z. B. Tel Mond, Gan Chajim, Kfar Jonah, Gan Schlomo u. a. 3. Im Anschluß an bestehende Kolonien, entweder durch Kauf angrenzender Böden von Arabern oder durch Kauf von Grundstücken von Einwohnern der Kolonien. Auf diesem Wege sind viele Dörfer im Norden und Süden von Tel-Aviv entstanden. Aber alle diese Methoden der angeführten Kategorien brachten den Siedler nicht zur gemischten Wirtschaft, noch viel weniger zur reinen Felderwirtschaft. Die Bewegung, die in den Jahren 1924/25 im Mittelstand begann und die Tendenz hatte, gemischte Wirtschaften mit dem Schwerpunkt in der Felderwirtschaft einzurichten, verantfaßte den Ankauf bedeutender Flächen im Emek Jesrael, versagte aber sehr bald und nur wenig Reales ist von ihr übrig geblieben. Von da ab richteten alle jene Gruppen ihr Augenmerk auf die Pflanzungswirtschaft und vor allem auf die Zitruskultur. Und da auf all diesen eben angeführten Wegen der Kolonisation die Siedler nicht sogleich auf ihre Böden kamen, sondern in der Mehrzahl außerhalb des Landes blieben, bis ihre Pflanzungen Früchte trugen, so wurde die Arbeit in der Wirtschaft, die Anlage der Pflanzungen und ihre Bearbeitung durch andere verrichtet. Diese Erscheinung brachte es mit sich, daß einige Organe entstanden, um dieser Art von Ansiedlung zu dienen, Treuhänder der Arbeit, die sie zu festen Bedingungen übernahmen, die Einrichtung einer Wirtschaft für ihre Besitzer durchzuführen, die noch im Ausland wohnen oder sich im Land in einem anderen Beruf betätigen. Diese.Gesellschaften, deren bedeutendste Jachin und Hanotea sind, trugen zur Vermehrung der Dörfer in den letzten Jahren vieles bei. Gan Rawe, Gan Rachel, Gan Hadar, Cheruth I bei Kfar Saba, Beifc Janai und Cheruth II im Emek Chefer — die Pflanzungen aller dieser Orte wurden und werden durch Arbeit des Jachin durchgeführt; der Gesellschaft Hanotea sind Nathania und andere im Entstehen begriffene Siedlungspunkte zuzurechnen. Mit der Vermehrung der landwirtschaftlichen Ansiedlungen vergrößerte sich auch die Zähl der Bewerber für sie. Sie setzen sich aus zwei Gruppen zusammen: Jene, die sich mit der Landwirtschaft im eigenen Betrieb oder mit der Lohnarbeit bei anderen beschäftigen, und jene, die bei anderen Gewerben, Handel tu ä. sind. Für die letzte Periode ergibt sich folgendes Bild der Vermehrung der jüdischen landwirtschaftlichen Bevölkerung: