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Palästina · 1935-08-01 · Heft 8-9 (August 1935) · p. Seite 402

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 8-9 (August 1935)
Article
Nationale Bodenpolitik in Palästina
Date
1935-08-01
Page
Seite 402 (sequence 10)
Language
German
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wir noch für lange Zeit nicht entbehren können — auf dem Anleihewege große Mittel flüssig zu machen, dann werden wir den heutigen, durch die Masseneinwanderung so gewaltig gestiegenen Anforderungen gewachsen sein und auch jene großen Reserveflächen in Stadt und Land erlösen, die für die Zukunft einer nach Millionen zählenden Bevölkerungszahl dringender sind als alles andere. Die Entwicklung der jüdischen Landwirtschaft in Palästina und ihr gegenwärtiger Stand (Eine übersieht.) Von Agr. Josef Weiz, Jerusalem. Einleitung. Die Jahre 1914 bis 1919 bedeuten einen langen Stillstand für die jüdisch-städtische und ländliche Kolonisation, einen Strich unter die bis dahin geleistete Arbeit. Erst im Jahre 1920 begann der Jischuw wieder weitere Fortschritte zu machen, die bis heute (Ende 1934) andauern. Hinter uns liegt daher eine . abgeschlossene Periode von 15 Jahren, die ihr eigenes Gesicht trägt. Wenn auch für ein altes Volk wie das unsere ein Zeitraum von 15 Jahren nicht sehr lang ist, so ist er nicht unbedeutend im Verhältnis zur Aufgabe, die uns in dieser Periode gestellt worden ist, schnell ein Asyl zu schaffen für die Zerstreuten und Vertriebenen der Nation, die wie ein Schiff mitten im Meer herum geworfen werden. Diese Epoche verdient erkannt und gewürdigt zu werden, nach den Taten, die wir in ihr vollbracht haben und vor allem auf dem Gebiete der Landwirtschaft; sie ist ja die Hauptsache, die Grundlage unseres ganzen Baus. Die Zahlen, die ich hier bringe, beruhen zum Teil auf statistischem Material, zum Teil auf Analogien und Wertungen von Ziffern, die aus verschiedenen Quellen geschöpft wurden, vor allem aber aus meiner unmittelbaren Kenntnis der Landwirtschaft. Gewiß fehlt es ihnen1 an Genauigkeit und da oder dort ergeben sich Abweichungen; diese sind aber nicht derart, daß sie das Bild grundlegend ändern könnten. Der Überblick kommt der Wirklichkeit nahe. Boden. Ende 1934 betrug der jüdische Bodenbesitz in Palästina 1,211.073 metrische Dunam. Diese Ziffer beruht auf Schätzungen. Wenn auch die 1920 bis 1934 gekauften Böden mit genauen Maßen im Grundbuch eingetragen sind, so sind die Ausmaße jener Böden strittig, die vor dieser Periode gekauft worden sind. Dr. Ruppin sagt in seinem Buch: »Die landwirtschaftliche Kolonisation der zionistischen Organisation in Palästina«, 1925 (S. 69): »Nur auf Umwegen und unter großen Schwierigkeiten wurden bis Ende des Weltkrieges doch etwa 450.000 Dunam Boden erworben«. Und das sind türkische Dunam, also 413.700 metrische Dunam. Bezalel Jaffe gibt in seiner Broschüre, die 1920 herausgegeben wurde, Aufzeichnungen der jüdischen Siedlungen in Palästina und nimmt die Bodenfläche mit insgesamt 483.035 alte, das sind 444.070 metrische Dunam an und wenn man dazu die Bodenfläche der Städte

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