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Palästina · 1935-07-01 · Heft 7 (Juli 1935) · p. Seite 342

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 7 (Juli 1935)
Article
Entgegnung
Date
1935-07-01
Page
Seite 342 (sequence 2)
Language
German
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gegen meine Beurteilung der Staufoeckenfrage. Trotz bestem Bemühen komme ich leider zu keinem anderen als in meinem Artikel dargestellten Standpunkt. Herr Dr. Werber gibt selbst die Schwierigkeiten meteorologischer und geologischer (wozu ich selbstverständlich die Versickerung rechne, auch wenn ich sie nicht angeführt habe) Natur zu. Auch die Beseitigung der politischen Fragen, die im übrigen noch heute durchaus unklar sind, erscheint mir nicht so einfach, wie es sich Herr Dr. Werber denkt Erstens läßt sich Palästina, was die Regelung öffentlich-rechtlicher Fragen betrifft, nicht schematisch mit dem Satze erledigen: »Es ist so in aller Welt.« Was zweitens das sogenannte Gewohnheitsrecht in unserem Lande anbetrifft, so beweist der gegenwärtige Prozeß von Rutenberg um die Nutzung der Wasser des Jarkon, wie wenig die Frage bisher gelöst ist. Aber sehen wir ab von all diesen Überlegungen, die zweifellos teilweise im Laufe der Zeit zu beseitigen sind, so bleibt als schwierigster Punkt die Kostenfrage. Leider gibt Herr Dr. Werber nicht an, wieviel Stauwerke im Rahmen der Summe von 3,500.000 £ errichtet werden können. Er spricht vom »Bau einiger großer und zahlreicher kleiner Sperrwerke«. Ohne Fachmann zu sein, ist mir durchaus klar, daß die Anlage »einiger großer Stauwerke« die Hauptmenge der von Dr. Werber genannten Summe verschlingt. Da erhebt sich denn doch die Frage, woher die Gelder zu nehmen, die an eine Privatinitiative ungeheure Anforderungen stellen. Auf der anderen Seite ist lleicht verständlich, daß das durch Bohrungen erschlossene Wasser wie bisher überwiegend der Privatinitiative überlassen werden kann. Auch, und das erscheint mir in der gegenwärtigen Situation die Hauptsache, werden wir nicht warten können, bis alle Vor- und Endarbeiten der Staubecken vollendet sind, was Jahre in Anspruch nehmen wird, um unser kolonisatorisches Werk fortzusetzen. Wir werden vielmehr gezwungen sein, auch in absehbarer Zeit unser Wasser durch Bohrungen zu erschließen, deren Voraussetzung, wie ich in meinem Aufsatz eingehend auseinandergesetzt habe, in geologischer Forschung besteht. Bei dieser Methode befinden wir uns ganz im Gegensatz zu den Behauptungen von Dr. Werber, der in recht aggressiver Polemik folgendes schreibt: »Wie kann man eine solche, ich möchte sagen ungeheuerliche Behauptung aufstellen, daß die Lösung des Wasserproblems des Landes in den Bohrungen zu suchen sei? Auch Dr. Picard wird kein einziges Land im Orient anführen, wo derartiges möglich war oder auch nur unternommen wurde.« Als Beleg für meine »ungeheuerliche Behauptung« verlohnt es sich, dem Leserkreis dieser Zeitschrift einen Auszug aus einem Artikel zu unterbreiten, der in der »Times« vom 23. April 1935 unter dem Titel »Wasser in der Wüste — Gärten entlang der Iraq Pipe Line« erschienen ist: ». . . Als die Röhrenlinie der Irak Petrol Cy trassiert wurde, haben Ingenieure gutes Wasser überall in einer durchschnittlichen Tiefe von 600 Fuß gefunden, obgleich in manchen Fällen es von Brunnen, die sich in einer Entfernung von der Linie von 20 Meilen befanden, zugeleitet werden mußte. In zumindest drei wichtigen Punkten jedoch, in Matrak an der Hedjazbahn (Transjordanien) und an den Öl-Pumpstationen H5 und T2 brachten 800 Fuß tiefe Brunnen so reichlich vorzügliches Wasser zustande, daß es sofort bis auf 100 Fuß über die Spiegelhöhe stieg, auf der es

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