Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1935)
- Article
- Das Wirtschafts-Barometer: Mai 1935
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 312 (sequence 2)
- Language
- German
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b) Nach Fruchtgattungen: 1932/33 1933/34 1934/35 Insgesamt....... 4,506.632 Kisten 5,467.063 Kisten 7,283.605 Kisten Davon Orangen..... 4,210.040 » 5,122.864 » 6,500.000 » Grapefruits .... 256.258 » 330.000 » 670.000 » Zitronen..... 17.103 » 14.200 » 30.000 » (Der Rest entfällt auf Ethrogim, Mandarinen usw.) Dank dieser quantitativen Entwicklung hat Palästina seinen Anteil am internationalen Orangen- und Gapefruits-Export, der gegenwärtig im Jahresdurchschnitt auf etwa 55 Millionen Kisten zu schätzen ist, nunmehr auf nahezu 14 Prozent erhöht und sieht sich nur noch von Spanien (rund 283^ Millionen Kisten Export) übertroffen, während ihm die anderen wichtigen Exportländer, wie Italien (4 Millionen Kisten), Ii. S. A. (3.4 Millionen Kisten), Brasilien (2.6 Millionen Kisten) und Südafrika (2 Millionen Kisten) erheblich nachstehen. Leider ist, wie eine abschließende Prüfung des Geschäftsverlaufs zeigt, die Mengensteigerung von einem Sinken der Preiskurve begleitet gewesen. Im Gesamtdurchschnitt der jetzt beendeten Saison ist der Erlös pro Kiste um rund 1 engl. Shilling gegenüber dem Vorjahr, wo England durchschnittlich »cif« 9 bis 14J/2 Shilling pro Kiste (je nach Zahl der gepackten Früchte) bezahlte, zurückgeblieben. Viele Pflanzer und Exporteure haben daher nur ihre Selbstkosten gedeckt gesehen, manche sogar direkte Verluste erlitten. Relativ günstig schnitten nur jene Pflanzer ab, die ihre Ernte vor Saisonbeginn »auf dem Baume« zu, wie sich in der Folge gezeigt hat, ganz leidlichen Preisen verkauften. Da in der kommenden Saison 1935/36 —- trotz gewisser Schäden, die die Hitzewelle von Ende April bis Anfang Mai in den Zitruspflanzungen anrichtete — immerhin eine um mindestens 1,500.000 Kisten größere Ernte exportiert werden muß, so begegnen augenblicklich Analysen der Marktgestaltung der abgelaufenen Saison dem höchsten Interesse. Im allgemeinen führt man die unbefriedigende Preisentwicklung auf vier Ursachen zurück, die wir hier kurz skizzieren. Erstens: die für das handelspolitisch wehrlose Palästina besonders empfindliche Abschnürung vieler Absatzmärkte durch Zollmauern, Kontingentierungen und Devisenvorschriften, die uns zwingt, den Großteil unseres Zitrus-Exports unter allen Umständen auf den englischen Markt zu bringen. Zweitens: der Mangel an handelspolitischem Entgegenkommen Englands, das sich noch immer nicht dazu verstehen will, uns die »Empire«-Präferenz oder eine gleichwertige Vergünstigung einzuräumen, wodurch wir mit Südafrika auf gleiche Stufe gestellt und vor der spanischen, italienischen und sonstigen Konkurrenz bevorzugt würden und dadurch den Erlös verbessern könnten. Drittens: das unzulängliche Zusammenwirken zwischen palästinensischen Exporteuren, Schiffsreedern und europäischen Importeuren, mit dem unangenehmen Effekt, daß die Sendungen ganz unplanmäßig, ohne Rücksicht auf die dortige Marktlage, in den Einfuhrhäfen eintrafen und daher durch zeitweiliges Überangebot einen unnötigen Preisdruck ausübten. Viertens: die Ankunft vieler Früchte in beschädigtem oder verdorbenem Zustande, teils unvermeidliche Wirkung des abnorm starken Winterregens, teils aber auch durchaus vermeidliche Folge gewisser Mängel in der Versandtechnik. Diesen Tatsachen gemäß kristallisiert sich heute ein neues Arbeitsprogramm der palästinensischen Zitruswirtschaft heraus. Ihre Vertrauensleute verhandeln gegenwärtig mit Regierungen verschiedener Länder über ein künftiges größeres Entgegenkommen gegenüber unserem Zitrus-Export. Soeben hat man bei Schweden die Aufhebung des Grapefruit-Zolles ei reicht. Auf der anderen Seite ist leider zu berichten, daß Frankreich gerade jetzt den Organen-Zoll enorm erhöht hat. Was die Zollfrage bedeutet, hat in der abgelaufenen Saison die beträchtliche Zunahme unseres Exports