Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1935-06-01 · Heft 6 (Juni 1935) · p. Seite 292

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 6 (Juni 1935)
Article
Die natürliche Bevölkerungsbewegung als Grundlage sozialbiologischer Betrachtung des Judenproblems in Palästina
Date
1935-06-01
Page
Seite 292 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2379786-2379926-2379933-2404699--20315-2404918
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Tabelle X. Von je 100 Gebärenden Gesamtzahl 1. Emekspital (1926) ... 141 63.5 2. Emekspital (1928/32) . 613 62.9 3. Hadassa; A s c h k e n. T.-A. u. Jerusalem (1926/27)1°..... 678" 63.1 4. Hadassa; A s c h k e n. Jerusalem (1932/33) . . 424 52.5 des 3. Lebensjahrzehnts haben zum 2 3 4 . 5-7 8 usw. mal geb< oren 25.5 8.5 2.1 0.7 0 26.0 9.3 1.5 0.1 0.1 17.7 11.5 3.4 4.0 0.3 26.4 12.5 4.9 3.5 0.2 Zum Verständnis der Tabelle sei angeführt: L) Reihe 1 und 2 repräsentieren die kinderreichste Arbeitergruppe Palästinas. 2.) Innerhalb des 3. Dezenniums waren die Frauen des Emekspitals im Jahre 1926 im Durchschnitt ungefähr ebenso alt wie die, die in den Hadassaspitälern in Tel-Aviv und Jerusalem Ende 1926 und in der ersten Hälfte 1927 niedergekommen sind. 3.) In den Spitälern der Hadassa rekrutierten sich die Frauen aus dem ärmeren Bürgertum und aus der Arbeiterschaft. In Tel-Aviv lieferte die Arbeiterkrankenkasse in der hier besprochenen Zeit etwa drei Zehntel aller im Hadassaspital niedergekommenen Frauen, in Jerusalem war der Bruchteil viel kleiner. 4.) Im Hadassaspital in Tel-Aviv kamen 1926/27 etwa drei Viertel aller Frauen nieder, die in der Stadt geboren haben. 5.) In Jerusalem ist der Bruchteil der bereits im Lande geborenen Aschkenasim größer als in Tel-Aviv, ebenso auch der Bruchteil der orthodoxen Juden. Aus der Tabelle geht hervor, daß das aschkenasische Kleinbürgertum — Krämer, Händler, Handwerker (und kleine Landwirte?) — die Geburtenziffer weniger restringierte als die gleichaltrige Arbeiterschichte. Ich denke hier selbstverständlich bloß an den verheirateten Bevölkerungsteil. In den späteren Jahren ist — nach den Ergebnissen der 2. Reihe der letzten Tabelle — die Fortpflanzungstätigkeit der Arbeiterfrauen nicht gestiegen, sondern merklich gesunken12. Im Laufe dieser Jahre haben auch die anderen Schichten des palästinensischen Judentums — Aschkenasim und Orientalen — die Geburtenprävention intensiviert. Im Jahre 1926 hatten die Juden Palästinas eine Natalität von 36°/00. Diese Ziffer sank kontinuierlich und sinkt ab 1930 (33°/00) im etwas beschleunigten Tempo. Im Jahre 1933 wurden, wie bereits erwähnt, 30%0 unterschritten. Die Natalität (29.2%o) war jetzt um beinahe ein Fünftel kleiner als vor 7 Jahren. Es scheint, daß Tel-Aviv am stärksten an dieser Abnahme beteiligt ist. Die absolute Zahl der Lebendgeborenen betrug nämlich in Tel-Aviv während der Jahre 1926—33: 1591, 1495, 1443, 1413, 1370, 1365, 1411 und 1754. Erst im Jahre 1933 übertrifft die Zahl der Lebendgeborenen 10 Ende 1926, erste Hälfte 1927. 11 Darunter 547 Fälle in Tel-Aviv, der Rest in Jerusalem. Die Gliederung im Tel- Aviver Spital war: 63.0%, 17.7%, 11.9%, 3.2%, 3.8%, 0.2%. Die Altersgliederung dieser Tabelle deckt sich nicht mit der Altersverteilung in Tabelle VI. 12 Von den 613 Frauen waren 60% 25—29 Jahre alt; früher waren es 56%.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.