Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1935)
- Article
- Zu den pflanzensoziologischen Vorarbeiten im Hule-Gebiet
- Date
- 1935-06-01
- Page
- Seite 286 (sequence 6)
- Language
- German
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stalten jedoch keine Schwierigkeiten bereitet. Abschließend seien deshalb diese Ausführungen zu folgenden konkreten Vorschlägen zusammengefaßt: Angesichts der weittragenden Bedeutung, die der Erschließung des Hule-Gebietes für eine möglichst intensive Besiedlung und damit für das ganze Aufbauwerk zukommt und angesichts der Selbstverständlichkeit, daß die vorhandenen Mittel so rationell wie möglich dazu verwendet werden müssen, ist es notwendig, auf rechtzeitig und richtig geführte Vorarbeiten besonderes Gewicht zu legen. Dazu ist außer den wasserbautechnischen, hydrologischen, meteorologischen und ähnlichen Untersuchungen eine genaue pflanzensoziologische Untersuchung des ganzen Gebietes und seiner Umgebung im besprochenen Sinne eine unumgängliche Notwendigkeit. Eine Notwendigkeit, auf die umso deutlicher hingewiesen werden muß, weil^ sie heute den meisten in ihren Auswirkungen noch nicht genügend bekannt ist. Sind doch auf diesem modernsten Gebiete der Pflanzensoziologie bisher erst ganz wenige Forscher praktisch tätig gewesen, wenn auch die Erkenntnis seines Wertes für die Wirtschaft in verschiedenen Staaten immer mehr zunimmt. Zur Kostenfrage sei bemerkt, daß diese Vorarbeiten voraussichtlich nicht mehr als eine im Höchstfalle zwei Vegetationsperioden in Anspruch nehmen, vorausgesetzt, daß der betreffende Pflanzensoziologe in diesem Forschungszweig bereits praktisch gearbeitet hat, weiters, daß hiebei zumindest zeitweilig auch eine Hilfskraft einzusetzen ist, die beim Tragen und Bedienen der Instrumente, des sonstigen Gepäcks, beim Ordnen des Materials usw. mitzuhelfen, eventuell als landeskundiger Führer zu fungieren hätte. Ohne eine solche Hilfskraft sind die Arbeiten wohl auch möglich, würden aber unverhältnismäßig verlangsamt werden. Auch ist das Arbeiten einer einzelnen Person an derartigen Untersuchungen schon dadurch gehemmt, daß manchmal das Fehlen oft ganz kleiner Hilfsdienste die Arbeit um Wochen zurückwerfen kann. Es wäre sogar denkbar, daß ein oder mehrere Studenten als solche vielleicht freiwillige Hilfskräfte in Betracht kämen, da sich ihnen hiebei die Möglichkeit erschließt, damit eine 'Dissertationsarbeit zu verbinden oder zumindest sich wertvolle praktische Kenntnisse anzueignen. Eine weitere sehr wichtige Aufgabe wird es für den betreffenden Pflanzensoziologen sein müssen, bereits bestehende pflanzensoziologische Untersuchungen aus im Lande selbst schon entsumpften Gegenden und ihrer Umgebung zum Vergleich mit den gegebenen Verhältnissen heranzuziehen, bzw. solche Untersuchungen anzustellen. Es ist anzunehmen, daß von einer größeren Zahl von Bodenproben und Bodenprofilen Untersuchungen schon stattfanden. Vielleicht ist es auch überflüssig, zu betonen, daß dabei nicht vergessen werden darf, die an den Stellen der Bodenentnahmen selbst wurzelnden Pflanzen zumindest verläßlich zu bestimmen und zu notieren, am besten aber sie getrocknet aufzubewahren. Auf jeden Fall wird auch im Verlaufe der oben besprochenen Untersuchungen die chemische und physikalische Beschaffenheit der von den einzelnen Pflanzengesellschaften bean-