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Palästina · 1935-05-01 · Heft 5 (Mai 1935) · p. Seite 264

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 5 (Mai 1935)
Article
Wirtschaft. Von Dr. J. Adler, Tel-Aviv.
Date
1935-05-01
Page
Seite 264 (sequence 2)
Language
German
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das offizielle jüdische Emissionsinstitut Palästinas, für die Aktien und Obligationen der Gesellschaften herausgebracht hat, deren Kapitalbedarf sie bedient. Der volkswirtschaftlichen Aufgabe, das neu importierte Kapital zu gesunder Betätigung zu veranlassen, widmet sich gleichfalls mit Eifer und Erfolg, im Auftrage der Jewish Agency, die gemeinnützige Auskunfts- und Beratungsstelle des »American Economic Committee for Palestine« in Tel-Aviv, das im ersten Vierteljahr 1935 von 350 Kapitalisten aufgesucht wurde, von denen 268 ihre Kapitalverhältnisse offenbarten, wobei 815.810 £P für Palästina-Investierungszwecke deklariert wurden. Leider läßt es sich nicht verhindern, daß nach wie vor ein beträchtlicher Teil des Kapitalimports sowohl als auch der einheimischen Ersparnisse in die trüben Kanäle der Bodenspekulation abfließt, mit dem Ziele der Investierung in regulär kaum marktgängigen Immobilien, woraus bei plötzlichem Liquidierungsbedürfnis ruinöse Verluste für den Einzelnen und schwere Erschütterungen für die Volkswirtschaft entstehen können. Zwei wichtige Vorgänge seien noch gemeldet: Eine Reihe von Tel-Aviver Banken haben eine gemeinsame Debitorenüberwachuhg organisiert, zwecks wirksamer Limitierung und Kontrolle der Kredite. Die Arbeiterbank und die Kreditgenossenschaften-Zentrale haben einen Fonds für langfristige Darlehen ins Leben gerufen, der mit 30.000 £P dotiert werden soll. Zitrus-Früchte: Bis zum 15. April hat Palästinas Zitrus-Export in der Saison 1934/35 insgesamt 7,234.325 (im gleichen Abschnitt der vorigen Saison: 5,492.012) Kisten erreicht, womit nunmehr das Geschäft, von ein paar Nachzüglertransporten abgesehen, im wesentlichen beendet erscheint. Mit der mengenmäßigen Entwicklung, die die ursprüngliche Schätzung von 6l/2 Millionen Kisten weit übertraf, hat das kommerzielle Ergebnis leider nicht Schritt gehalten. In der zweiten Märzhälfte gab das. englische Preisniveau wieder empfindlich nach, um sich dann zwar in der ersten Aprilhälfte ein wenig zu erholen, wodurch aber die zuvor entstandenen Verluste nicht ausgeglichen werden konnten. Sehr unangenehm wirkte es sich aus, daß verschiedene Sendungen in beschädigtem oder verdorbenem Zustande nach England kamen, eine Folge nicht nur von Einflüssen der diesmal abnorm stark gewesenen Regenzeit, sondern auch schwerwiegender technischer und organisatorischer Mängel der Verpackung, der Lagerung und des Transports der Früchte. Sollen die gewaltigen Ernten der kommenden Jahre (schon für die nächste Saison rechnet man mit rund 9 Millionen Kisten!) eine lohnende Verwertung finden und etwaige Neuanpflanzungen trotz heutiger Bodenpreise immerhin noch auf bescheidene Rentabilität hoffen, so werden unsere Pflanzer und Exporteure in den bevorstehenden stillen Monaten sehr umfassende Probleme lösen müssen, freiwillig in einsichtsvollem Zusammenwirken, so daß es nicht erst des reglementierenden Eingriffs der Regierung bedarf. Falls in der Tat, gemäß dem neuesten Beschlüsse des Zionistischen Aktionskomitees, ein oberster Wirtschaftsrat bei der Jewish Agency errichtet wird, winkt ihm hier eine besonders aktuelle Aufgabe. — Abschließend werden wir Exportverlauf und Marktgestaltung der Zitrus-Saison 1934/35 nach den bis dahin vorliegenden endgültigen Daten im Mai- Monatsbericht behandeln. Getreide, F u ttermittel und Mehl: Die Einheitswerte, die der Verzollung zugrundezulegen sind, hat die Regierung für das zweite Quartal folgendermaßen festgesetzt (alles in £P pro Tonne): Weizen, in zwei Wertklassen, 6,875 und 7,020 (1. Quartal: 6,765 und 7,250); Roggen 6,625 (7); Semolina und Semoule, in zwei Wertklassen, 8,250 und 9,080 (8,500 und 9); Weizenschrot 8,750 (unverändert); Weizenmehl, in vier Wertklassen, von 5,495 bis 11,625 (von 5,500 bis 11,225); Roggenmehl in drei Wertklassen, von 6,250 bis 11,500 (von 6,500 bis 12,500). Nach erledigter Disposition über das neue Weizen-Einfuhrkontingent — woneben viel syrische Ware

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