Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1935-05-01 · Heft 5 (Mai 1935) · p. Seite 251

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 5 (Mai 1935)
Article
Zur Frage der handwerklichen Hachscharah
Date
1935-05-01
Page
Seite 251 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2379786-2379926-2379932-2404429--20132-2404602
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

auf K o n.j ü n k t u r abstellen, dafür ist jede Konjunktur, mag sie noch 251 so gut fundiert sein, zu kurzfristig. Man muß die Hachscharah auf strukturelle Landesbedürfnisse abstellen und ihr die nötige Qualität geben. Nur dann hat sie einen Sinn. Von diesen Erkenntnissen sind wir neuerdings bei der Fortsetzung der Umschichtungskurse für Erwachsene hier im Haifaer Technikum ausgegangen. Wir sind uns klar darüber, daß mit der Schnellausbildung so gut wie nichts geschehen ist, dafür wird aber hiemit im oben angedeuteten Sinne sehr viel verdorben. Anderseits ist es so, daß Umschichtungsmöglichkeiten dieser Art keineswegs nur unter dem Gesichtspunkt der Alijah aus Deutschland betrachtet werden dürfen. Ich bin der Meinung, daß sie in einem gewissen Umfang zu einer ständigen Institution gemacht werden müssen, die aber auch in Zusammenhang gebracht werden muß mit den ohnehin bereits bestehenden Facharbeiterfortbildungsmögliohkeiten. Das ganze Problem ist schwierig und kompliziert, um so mehr als wir mit Sicherheit eine Steigerung des Anspruchs an die qualitative Leistung des Facharbeiters — auch ohne Krise! — in Zukunft erleben werden, ganz abgesehen aber davon, daß dies bei einer Verschlechterung der Wirtschaftslage in noch viel schärferen Formen der Fall sein würde. Hier bemüht man sich jetzt einzusetzen, und die betreffenden Fragen werden von den zuständigen Stellen sehr eingehend diskutiert. Es ist klar, daß man hiebei nicht zu sehr schnellen Lösungen kommen kann, aber ich glaube sagen zu dürfen, daß man sich auf dem Wege zu solchen Lösungen befindet. Die grundsätzliche Frage, wieweit gerade die handwerkliche Hachscharah von der Galuth nach Palästina zu verlegen wäre, ist noch zu sehr im Fluß, um schon jetzt in der Öffentlichkeit behandelt werden zu können. Der Stand der Einwohnerbewegung in Palästina Anfang 1935 Von M* Nemirowski, Tel-Aviv. Vorbem. d. Red. Wir entnehmen diesen Artikel dem »Dawar« vom 2. L 1935. Zwei grundsätzliche Tatsachen unterscheiden das Jahr 1931 von den darauffolgenden Jahren: 1. Die Entwicklungstendenz: 1931 wandterten in der zweiten Jahreshälfte weniger Menschen ein als in der ersten, und die Gesamtsumme des ganzen Jahres (4075) erreichte noch nicht einmal die Zahlen der Einwanderung von 1930 (4944) und 1929 (5239). Vom Jänner 1932 aber bis heute hat sich die Einwandererzahl fast ununterbrochen vergrößert. 2. Der Umfang der Ali ja: Die Gesamtzahl der Einwanderer 1931 ist geringer als die durchschnittliche Monatsquote des Jahres 1934. Die Zahl der christlichen und mohammedanischen Einwanderer, die 1934 nach Palästina kamen, beträgt 1841. Außer

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.