Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 4 (April 1935)
- Article
- Die Lebenshaltung in der Kwuzah und ihre Struktur
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 186 (sequence 16)
- Language
- German
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die Kaufkraft in ihrer Höhe beeinflußt, vermag erst den Zusammenhang zwischen Aufwandshöhe und Ernährungsgüte klarzulegen. In diesem Sinne wird die Fortsetzung der Untersuchung für das abgelaufene Jahr 5694 erweiterte Gesichtspunkte gewähren, zumal es ein besseres Wirtschaftsergebnis für die Kwuzoth brachte, so daß die Ergebnisse auch einen Vergleich der Umschichtungen in der gesamten Aufwandsstruktur der letzten beiden Jahre — ein Jahr der Dürre und ein Jahr guten Ernteertrages — ermöglichen werden. Die Urbarmachung des Huleh- Gebietes durch nationalen freiwilligen Arbeitsdienst Von Dr. Ludwig Neumann, Wien. Durch die Erwerbung des Huleh-Gebietes wird eine Fläche von rund 35.000 Dunam der jüdischen Kolonisation erschlossen. Da das Klima, die hervorragende Güte des Bodens und die reichliche Bewässerung eine außerordentlich intensive Bewirtschaftung gestatten, wird aller Voraussicht nach ein Bodenausmaß von 10 bis 15 Dunam für die Erhaltung einer Familie ausreichen und es wird demnach die Ansiedlung von etwa 2000 bis 2500 Familien oder von rund 8000 Menschen möglich sein. Mit Recht kann daher der endliche Abschluß der jahrelangen unablässigen Bemühungen um dieses Gebiet als einer der größten Erfolge betrachtet werden, welche der Exekutive seit dem Kriegsende beschieden waren. Anderseits aber ist sich die gesamte zionistische Öffentlichkeit bewußt, daß mit der Übernahme der Konzession nur der erste Schritt geschehen ist und daß nunmehr die technisch und organisatorisch gleich schwere und verantwortungsvolle Aufgabe entsteht, so rasch und so rationell als möglich die Urbarmachung und Besiedlung durchzuführen. Das ist nicht bloß eine finanzielle Frage. Gewiß spielt die Höhe des Geldaufwandes eine sehr große Rolle. Die Erwerbung selbst hat 200.00 £P gekostet. Über das Erfordernis der Urbarmachung an Material und Arbeit sind bisher verschiedene Schätzungen bekannt geworden, die voneinander sehr stark abweichen; sie bewegen sich zwischen 300.000 und 700.000 £. Ein zuverlässiger Voranschlag wird sich jedenfalls erst nach Vorliegen der notwendigen topo- und hydrographischen Aufnahmen sowie auf Grund eingehender Bodenuntersuchungen erstellen lassen1. Aber auf jeden Fall wird es sich um Summen handeln, die für das nationale Kapital stark ins Gewicht fallen, und zwar um so mehr, als ja die gegenwärtige Lage es dringend 1 Bei diesem Anlasse sollte aber auch die Anstellung eingehender pflanzensozologischer Untersuchungen nicht außer acht gelassen werden, auf deren Bedeutung Dr. Bojko im Dezember-Hefte dieser Zeitschrift v. J. 1934 aufmerksam gemacht hat. Ihre richtige Durchführung kann zweifellos in hohem Maße zur schnelleren Herbeiführung der Ertragsfähigkeit und zur Vermeidung von Irrwegen bei der Bewirtschaftung beitragen.