Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 3 (März 1935)
- Article
- Arbeiterbewegung. Von Dr. A.T.
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 156 (sequence 12)
- Language
- German
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darüber hinaus nicht zum Ausbau der Genossenschaften selbst verwendet, sondern einfach unter die Mitglieder aufgeteilt werden. Vom genossenschaftlichen Einkauf von Rohmaterialien (insbesondere Benzin) und Ersatzteilen ist vorläufig keine Rede, das kulturelle Niveau der Mitglieder der Genossenschaften ist zumeist sehr niedrig, ihr Zusammenhang mit der Arbeiterorganisation ein loser. Nicht viel besser sieht es in den anderen gewerblichen Genossenschaften aus, trotzdem gerade die Frage des Absatzes, die für so viele gewerbliche Produktivgenossenschaften in den anderen Ländern eine der wichtigsten Ursachen ihres Zusammenbruches gewesen ist, in Palästina gegenwärtig keine bedeutende Rolle spielt. Dafür haben aber die Genossenschaften viel von der Plage der Lohnarbeit zu leiden, die einen direkten Übergang von der Genossenschaft zu einem privaten Betrieb von einigen Gesellschaftern bedeutet. Die Organe der Histadruth schreiten zumeist in derartigen Fällen entschieden ein, einige Genossenschaften wurden deswegen aus dem Revisionsverband ausgeschlossen, doch sind die Zustände noch weit von1 einer definitiven Normalisierung. Letztens hat der Revisioosverband der gewerblichen Produktivgtenossensthaften einen scharfen Kampf gegen diese verschiedensten Mißstände aufgenommen, es wurde auch eine spezielle Genossenschaftskasse gebildet, deren Zweck es sein soll, die Gründung von neuen, auf gesunden Prinzipien basierenden Genossenschaften zu fördern. — Ob und wieweit diese Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden, bleibt noch abzuwarten. So kämpft denn das Arbeitergenossenschaftswesen in Palästina auch in der heutigen Periode des Wirtschaftsaufschwunges (zum Teil vielleicht gerade deswegen, weil es sich um eine solche Periode handelt) schwer um den eigentlichen Sinn seines Wirkens, der den Grundsätzen der Bewegung entsprechen soll. Gestützt auf die großen Traditionen seiner bisherigen Tätigkeit, sowie auf die einzigartige Disziplin ihrer von Tag zu Tag wachsenden Scharen, wird sich die jüdische Arbeiterschaft in diesem Falle wohl den richtigen Weg zu bahnen verstehen. Nachrichten und Daten fg^g am POLITIK. Das 7* Dominion. Vor Jahren hat Col. Wedgwood ein Buch über Palästina als 7. Dominion geschrieben. In »Bouslnai« erneuert Smilansky den Vorschlag), Palästina zu einer Kolonie des britischen Weltreichs zu machen, die später ein Dominion werden soll.. Aberkennung der Staatsbürgerschaft Dem Verurteilten aus dem Birjonimprozeß, Chaim Dwiri, wurde (wie Achi Meir, Jevin und Lichte) die Staatsbürgerschaft aberkannt, ebenso dem kommunistischen Redakteur von »Haor«, Zwi Koltun. Arabische Kongresse» Zwei Kongresse sollen demnächst abgehalten werden. Ein arabischer für Palästina, um den Nachfolger des verstorbenen Präsidenten der arabischen Exekutive, Musa Kasim Pascha, zu wählen, ferner ein allgemeiner moslemischer Kongreß, auf dem die Aufhebung der Mandate für Syrien, Palästina und Transjordanien gefordert werden soll. Gegen Bodenverkäufe an Juden« Die Agitation des Mufti gegen Araber, die an Juden Boden verkaufen, geht wreiter. In einer Versammlung von 400 Ulemas