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Palästina · 1935-03-01 · Heft 3 (März 1935) · p. Seite 127

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 3 (März 1935)
Article
Das Wasserproblem Palästinas
Date
1935-03-01
Page
Seite 127 (sequence 15)
Language
German
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zugehen. Sie besteht aus der genauen Kenntnis der geologischen Schichten und der Struktur des Untergrundes, welche uns die zutage tretenden Felsen (Aufschlüsse, Exposure) oder die Untersuchung des Bohrmaterials vermitteln. Indessen bleiben eine Reihe ungelöster Probleme, bei denen die Geologie versuchen muß, andere Zweige der Wissenschaft an ihrer Forschung teilnehmen zu lassen. 2. D i e W ünschelrute. Die Wünschelrute hat in dieser Beziehung völlig versagt. Gerade Palästina wurde im Kriege und kurz nach dem Kriege ausgiebig von Wünschelrutengängern begangen. Ihre Angaben führten zu enormen Kosten der Wassersuche; ihre Ergebnisse waren völlig negativ. Inzwischen haben in Europa verschiedene wissenschaftliche Institute die bekanntesten Wünschelrutengänger geprüft und einwandfrei festgestellt, daß ihren Untersuchungen weder eine wissenschaftliche noch praktische Bedeutung mit den bisherigen subjektiven Methoden zukommt. Vorliegender Aufsatz, der sich an ein breiteres Leserpublikum richtet, hat daher vor den Angaben der Rutengänger zu warnen. 3. Physikalische Methoden. Seit einigen Jahren bedient sich ein Zweig der Physik, die Geophysik, der Methode des elektrischen Widerstandes, welche für die Wasserermittlung in Frage kommt. Es handelt sich dabei um den elektrischen Widerstand, welchen die verschiedenen teils feuchten, teils trockenen Gesteine dem elektrischen Strome gegenübersetzen. Seit anderthalb Jahren arbeitet man mit dieser Methode auch in Palästina. Die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse lassen folgenden Schluß zu: A priori kommt für die Ermittlung des normalen Grundwassers eine geophysikalische Untersuchung ohne vorangegangene und nachträgliche geologische Untersuchung nicht in Frage, da es sich erwies, daß der Wechsel des elektrischen Widerstandes nur ein Indikator für den mehr oder weniger plötzlichen Schichtwechsel, nicht aber für den oft allmählichen Übergang einer trockenen zur feuchten Gesteinszone ist. Die bisher hohen Kosten, welche solche Untersuchungen erfordern, stehen häufig nicht mit dem im Einklang, was uns eine einzige Bohrung zweifelsfrei aufdeckt, geschweige, was beim Vorhandensein von mehreren Bohrungen oder guten Gesteinsaufschlüssen ohne weiteres der geologische Befund aussagen kann. Anders steht es indessen mit dem Auffinden von sogenanntem Verwerfungswasser. Zwar ist auch hier die geologische Vorarbeit Grundbedingung, um die Verwerfungszone überhaupt zu erkennen — zur Feststellung der genauen Verwerfungslinie, welche häufig durch Alluvium verdeckt ist, scheint mir in Zukunft die Geophysik eine wert-

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