Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 3 (März 1935)
- Article
- Das Wasserproblem Palästinas
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 119 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Wadi Fara und Wadi Maleh südlich Besan, ferner im Südosten Beer- Schewas bei Kurnub und an der sinaitischen Grenze, Gebiete, welche ich in diese Betrachtung nicht einschließen möchte. Eine Quelle, die aus der Unteren Kreide entspringt, ist zum Beispiel die warme Ain-el- Maleh südlich Besan. Für den größten Teil des Landes hingegen liegt die Untere Kreide in so großer Tiefe, daß sie zunächst als wasserspendende Formation ausscheidet. IL Horizont. Das Wasser des zweiten Horizontes entstammt dem C e n o m a n (M i 111 e r e Kreide). Es ist nicht sicher, ob an der Basis der mächtigen Dolomitschichten, welche wir in dieser Formation antreffen, sich ein guter Quellhorizont befindet. Manche Anzeichen sprechen dafür. Ein bestimmter Horizont von Schichtquellen kommt indessen über den Dolomiten der Cenomanformation vor. Das sind beispielsweise die Quellen im Karmel, in der Jerusalem er Gegend (Ain Karim, Moza, Abu Gösch, Ramallah) und Ain Gedi. Bei bestimmter geologischer (tektonischer) Konstellation kann dieser cenomane Grundwasserhorizont mittlere Wassermengen abgeben. Die Mehrzahl der Schichtquellen dieses Horizontes sind aber unbedeutend. Bohrungen in diesem Horizont wurden bisher nur an wenigen Stellen im Gebirge und zudem bei ungünstiger Lagerung der Schichten versucht, so daß kein Urteil abgegeben werden kann, in wieweit das Cenomanwasser für eine größere Wassergewinnung in Frage kommt. Für gewisse Teile des judäischen und nordgaliläischen Gebirges wird zweifellos das Cenomanwasser das einzige in Frage kommende Grundwasser sein. III. Horizont. Das Wasser des dritten Horizontes entstammt der Turonformation, welche normalerweise über dem Cenoman folgt. Auf und östlich der Wasserscheide des Gebirges von Samaria und Judäa ist dieser Horizont nur wenig wasserergiebig. Gegen den Westen, in Richtung der Küste zu, gewinnt dieses Turonwasser immer mehr an Bedeutung und ist für den östlichen Randteil der Küstenebene geradezu von entscheidender Bedeutung geworden. So entnehmen die erfolgreichen Bohrungen bei Karkur ihr Wasser aus der Turonformation. Die Bohrungen bei Naane, Ben Schemen, Der Tarif haben alle ihr Wasser aus diesem Horizont. Dadurch ist die Wasserversorgung der recht trockenen Zone zwischen Mittel- und Ostrand der Küstenebene, in welcher das Turon in nicht zu großer Tiefe anzutreffen ist, gewährleistet und wird für die Zukunft von größtem Werte sein. Dieselbe Bedeutung wird dieser Turonhorizont für die Berge des südlichen Emek (Ephraimgebirge) und des Gebirgsrandes der Haifa- Akko-Ebene gewinnen. Die bisherigen Bohrungen aus der Turonformation haben mehrfach Beträge von über 100 m3 ergeben. Ich fasse also