Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 18 (1935)
- Issue
- Heft 3 (März 1935)
- Article
- Das Wasserproblem Palästinas
- Date
- 1935-03-01
- Page
- Seite 116 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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116 größeren Formates im Gebirge haben, so ist auch dort ihr Ursprung an den Rand einer Senke im Gebirge geknüpft. Diese Erscheinung führt bereits zur Frage der Ursache und damit zur Möglichkeit der Erschließung weiteren Wassers unter verwandten geographisch-geologischen Bedingungen. Alle diese Großquellen liegen nämlich auf oder in unmittelbarer Nachbarschaft von Spalten oder Verwerfungen, welche am Rande zwischen Gebirge und Senken auftreten und die Hauptursachen für die Entstehung dieser Niederungen bilden. Solche Senken größerer Natur sind das Hule- und Tiberiasbecken, Jordantal und Totes Meer, Emek Jesreel und Sebulun, Küstenebene und vielleicht Beerschewasenke. In der folgenden Liste führe ich daher die Quellen an, die unmittelbar an die Randzone dieser Senken gebunden sind: Hulebecken: El Khalisah 400 m3/Stunde Jahulah 380 « Melaha 2350 « Diese Quellen liegen alle am Ostrand des Beckens, welcher gleichzeitig eine große Verwerfungslinie darstellt. Tiberiasbecken: Bekannt durch die mächtigen und warmen Quellen der Stadt. J o r d a n t a 1: Ain ed Duk 1900 m3/Stunde Ain es Sultan 1300 « Ayun al Feschah über 11000 « und sonstige unzählige Quellen am Westrande des Toten Meeres. Charod-Besan-Ebene: Ain Charod 700 m3/Stunde Ain el Asy 4000 « Ain el Jemain 2500 « Ain es Soda 2800 « und viele andere Quellen, deren Beträge viele Hunderte von Kubikmetern ergeben. Alle diese Quellen liegen auf oder in der Nähe der großen Verwerfungen des Gilboagebirges. Südwestrand desEmek: Jenin und die Quellen bei Megiddo. Haifa-Akko-Ebene: Salzquellen am Karmelrand, Kurdane mit 7500 m3/Stunde, Quellen von und bei Kabri (320 m3/Stunde). Küstenebene: Schuni an der südlichen Karmelspitze 750 m3/St. Ras el Ain 30.000 « Es fällt auf, daß der eigentliche Rand der Küstenebene, wie er sich etwa zwischen Gezer und Tul Karem als morphologischer Rand kundgibt, frei von Quellen bedeutenderen Charakters ist, sondern daß die beiden genannten Quellen, Ras el Ain und Schuni, mehr gegen die Mitte der Ebene zu liegen kommen. Wir haben auf Grund langjähriger