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Palästina · 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 30

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Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 1 (Januar 1935)
Article
Jewish Agency. Von Spectator.
Date
1935-01-01
Page
Seite 30 (sequence 5)
Language
German
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das Gewalttätigkeiten und Verunglimpfung zwischen den einzelnen zionistischen Gruppen verbietet. Diese Vereinbarung wurde in der zionistischen Oeffentlichkeit mit großer Freude begrüßt, denn die Situation war besonders in Palästina, aber auch in Polen, unerträglich geworden. Sofort aber verbreiteten sich Gerüchte, daß darüber hinaus noch andere Abmachungen getroffen worden sind, und trotz des Dementis der Exekutive erwies sich dies als richtig, freilich in dem eingeschränkten Sinne, daß es sich nicht um feste Abmachungen handelt, sondern nur um Entwürfe, die noch der Bestätigung durch die beiderseitigen Gruppen bedürfen. Sowohl in der Arbeiterpartei, als auch unter den Revisionisten regte sich Widerstand. Ben Gurion mußte im Fluge nach Palästina zurückkehren, um seine Partei zu beruhigen, die ihn beschuldigte, daß er den Revisionisten den Weg zur Macht im Zionismus geebnet habe. Inzwischen ist eine weitere Vereinbarung veröffentlicht worden, worin die Revisionisten den von ihnen verhängten Boykott der nationalen Forids suspendieren, wogegen die Exekutive die über den Britli Trumpeldor verhängte Zertifikatssperre aufhebt. Das größte Interesse finden aber begreiflicherweise die Gerüchte über angebliche Präludien zum Eintritt der Revisionisten in eine künftige Exekutive. Diese Angelegenheit ist aber noch nicht genügend geklärt, daß man sich ein Bild machen könftite, was in den Londoner Besprechungen eigentlich vorgesehen war. Jedenfalls ist sich die jetzige Exekutive klar, daß sie für den Fall des Verbleibens im Amte beim nächsten Kongreß einer Verbreiterung ihrer Basis bedarf. In diesem Sinne hat Ben Gurion in Jerusalem eine Erklärung veröffentlicht, in der er 14 Punkte als Basis des künftigen Regierungsprogramms der Exekutive aufstellt. Diese 14 Punkte — als dessen letzter charalxteristischerweise die Forderung nach „Bemühungen um die Verständigung mit den Arabern" angeführt wird — enthalten die wichtigsten allgemein anerkannten zionistischen Forderungen, darunter auch einen Punkt „Einheit und Ganzheit der Histadruth werden anerkannt" und einen Punkt „Gleichheit der Rechte und Pflichten« aller Mitglieder der Z. O.". Diese beiden Punkte beziehen sich also auf die Fragen, die insbesondere bei den Revisionisten kontrovers sind. Es ist anzunehmen, daß in den nächsten Monaten intensive Bemühungen seitens der wichtigsten Gruppen, vielleicht auch zusammen mit wichtigen Einzelpersonen gemacht werden, um vor dem Kongreß zu einer Klarheit über die Exekutivbildung und das konkrete Arbeitsprogramm zu kommen. In?,wischen hat Ende Dezember in New Y o r k eine Sitzung des Administrative Comittees der Jewish Agency stattgefunden, die den Zweck hatte, vor allem die amerikanischen Nie htzio nisten wieder enger mit der Arbeit zu verbinden. Genaue Ergebnisse dieser Sitzung sind bis zur Stunde nicht bekannt. Es ist aber anzunehmen, daß ein persönlicher Kontakt mit den Führern der amerikanischen Nichtzionisten, die gleichzeitig die Führer des Joint Distribution Comittees sind, schon darum erforderlich war, weil bei der Verteilung der Gelder der gemeinsamen amerikanischen Campagne Schwierigkeiten bezüglich des Anteils Palästinas entstanden waren. Als Resultat der Sitzung wird mitgeteilt, daß sich die Nichtzionisten in Amerika zu einer Körperschaft zusammenschließen werden, um einen stärkeren direkten feinfluß zu erhalten. Auch dieser Faktor muß also in die Erwägungen bezüglich einer künftigen Exekutive eingesetzt werden. Gerade mit Rücksicht auf die

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