Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1935-01-01 · Heft 1 (Januar 1935) · p. Seite 19

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
18 (1935)
Issue
Heft 1 (Januar 1935)
Article
Kultursiedlungen für Palästina [Nachricht]
Date
1935-01-01
Page
Seite 19 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2379786-2379926-2379928-2403140--19195-2403356
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

können diese auch die Baumaterialerzeugung (Zement, Schnittholz usw.) in die Hand nehmen. Die Fertigstellung des ersten Objektes würde zwei Jahre in Anspruch nehmen. Im dritten Jahre könnte man aber schon auf Grund der erworbenen Erfahrungen gleichzeitig zwei Häuser bauen und im vierten Jahre sechs. In den kommenden fünf bis zehn Jahren könnte die Leistung der vorangehen^ den Jahre immer verdoppelt werden. So würden .wir im Jahre 1645 rund 800 Objekte mit 24 Millionen Einwohnern besitzen. Hundert Siedlungsstätten in dem Ausmaße von je 10.000 Dunam würde man in Palästina noch bestimmt finden, um so leichter, da ein großer Heil auf heute unbenutzten, noch zu meliorierenden Boden käme. Bei Haifa käme man auch mit einer viel kleineren Fläche aus, da ein größerer Prozentsatz der Siedler in der Stadt aus der dort emporblühenden Industrie und dem Verkehr leben kann. Die weiteren 700 Siedlungen sollen in Transjordanien errichtet werden, welches Land hoffentlich auch bald der Einwanderung eröffnet werden wird. Ein kompakter Bau läßt sich mit kleinen Kosten so armieren, daß er von den Beduinen gar nicht angegriffen wenden kann. 10.000 D<umam Fläclhle bedeuten« von dem Zentralgebäude in jeder Richtung höchstens 2 km Entfernung. Man kann also vom Dach aus alles übersehen und beschützen. Hier zeigt sich wieder ein neuer Vorteil der empfohlenen Bauweise nicht nur den alleinstehenden Siedlungshäusern, sondern sogar den Dörfern gegenüber. * Die detaillierten Berechnungen wurden hier nicht aufgenommen, um diesen Aufsatz kürzer und übersichtlicher zu gestalten. Sie stehen aber den Interessenten gerne zur Verfügung. Obige Darstellungen erheben auch nicht den Anspruch, kritikfest zu sein. Sie wollen nur eine Idee lancieren und als Grundlage zur Diskussion dienen. Dazu sollen alle, die an die Möglichkeit einer besseren Zukunft glauben, die eine führende Stelle bekleiden, oder ein persönliches Verantwortungsgefühl haben, und vor allem die Fachleute, angeregt werden. Zur Technik der palästinensischen Außenhandelsstatistik. Von Dr. Alfred Marcus, Haifa. Man beschäftigt sich gegenwärtig mit Recht sehr energisch mit der Analysierung unserer Außenhandelslage. Es ist klar, daß Arbeiten dieser Art ein ganz dringendes Erfordernis darstellen, denn wir wissen ja einfach nicht, wo wir wirtschaftlich stehen, wenn wir nicht dazu in der Lage sind, unsere Außenhandelssituation zu überblicken. Es muß aber einmal in aller Schärfe die Behauptung gewagt werden, daß man zwar in großen Zügen die Gesamt werte unseres Außenhandels übersieht, daß aber in Wirklichkeit kein Mensch im Lande oder außerhalb des Landes weiß, wie sich unser Außenhandel mengenmäßig in ganz wesentlichen Einzelheiten zusammensetzt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.